Union gegen Verkauf von Areal in Sudetenstraße

  • vonred Redaktion
    schließen

Linden(pm). Die Lindener CDU schlägt Änderungen am Planungsentwurf zum Bau von rund 100 Wohnungen in der Sudetenstraße vor.

Der dortige Streifen an Bäumen und Büschen dürfe den Baumaßnahmen nicht zum Opfer fallen, erklärt die Fraktion in einer Pressemitteilung. Um den Anwohnern ein noch größeres Maß an Sicherheit zu geben, werde die Fraktion beantragen, dass das betreffende Grundstück weiterhin im Eigentum der Stadt Linden bleibt und nicht dem Investor übereignet wird. Ausgenommen seien die Areale, die der Zuwegung zum neuen Wohnhaus dienen. Bisher hatte die Stadt mit dem Investor abgesprochen, die 4500 Quadratmeter große Fläche an das Unternehmen Revikon zu verkaufen.

Enge Abstimmung mit Anwohnern

Vor einer endgültigen Abstimmung zum Satzungsbeschluss des Bauvorhabens werde die Fraktion auf einen städtebaulichen Vertrag bestehen, erklärt die CDU außerdem. Dabei soll unter anderem geregelt werden, dass Mietwohnungen mit Preisbindung im Sinne des Konzepts "Bezahlbarer Wohnraum" des Landkreises angeboten werden und der Investor alle Planungskosten übernimmt.

Eine Bebauung des ehemaligen Bahngeländes sei durchaus sinnvoll, erklärt die CDU weiter. Gleichzeitig werde die Fraktion allerdings eine Prüfung beantragen, inwieweit man die ökologische Wertigkeit des Grünstreifens noch verbessern kann. "Gerade vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung wäre eine mögliche langfristige Verbesserung des Stadtklimas sicher erstrebenswert." Eine weitere ökologische Aufwertung wolle man mit verbindlichen Auflagen für Fassaden und Dachbegrünung im Bebauungsplan erreichen.

"Selbstverständlich werden all diese Maßnahmen nur mit enger Beteiligung der Anwohner diskutiert und entschieden", versichert die Fraktion.

Bezüglich der Höhe sollen die vier Mehrfamilienhäuser unterhalb der Firsthöhen der bisherigen Bebauung in der Sudetenstraße bleiben, fordert die CDU weiter. Um dies zu erreichen werde sich die Fraktion dafür einsetzen, "dass die Bauhöhe, wo notwendig, um ein Stockwerk verringert wird".

Für den aus dem Gewerbegebiet kommenden Verkehr solle zudem das Erscheinungsbild eines Stadteinganges entstehen. In Richtung Forst müsse darüber hinaus mit Maßnahmen wie zum Beispiel einer Auflockerung der Fassade erreicht werden, dass sich das neue Bauwerk in die vorhandene Topografie gut einfügt.

Eine Entscheidung zur Bauleitplanung werde ausschließlich durch die Stadtverordnetenversammlung getroffen, betont die CDU-Fraktion.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare