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Das Werk "Ohne Dich" überschreitet Genregrenzen. (Screenshot/Kamera: Marc Schiemann)

"Tolle Ehrung für meinen Film"

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Linden (srs). Die Schauspieler Uwe Ochsenknecht und Aleksandar Jovanovic hoben seinen Film hervor, 500 Menschen zollten Applaus, mit den Produzenten des Films "Fack ju Göhte" kam er ins Gespräch: Der Lindener Drehbuchautor Benjamin Bechtold war am Dienstag unter den Nominierten eines renommierten Kurzfilmpreises. Sein Film landete während der Verleihung in München unter den besten drei Beiträgen des Wettbewerbs "13th Street Shocking Short".

"Eine tolle Ehrung für meinen Film", sagt Bechtold. Gewonnen hat er am Ende nicht, der erste Preis war eine Reise nach Los Angeles und ein Workshop in Hollywood. Dennoch habe er viele Kontakte geknüpft, sagt der Lindener. "Es fühlt sich nicht wie eine Niederlage an."

Jovanovic hielt eine Laudatio auf Bechtolds Film "Ohne Dich". Bechtold überschreite in dem neunminütigen Werk mehrere Genregrenzen. "Das war auch das Ziel meines Films", erklärt Bechtold. "Ich will mit den Emotionen spielen." Auf der Suche nach der einen Liebe fährt Don, die Hauptfigur des Films, per Anhalter. Er wirkt anfangs sympathisch. Doch die Geschichte wandelt sich von einem Drama zu einem Thriller.

Bechtold, im Hauptberuf Logopäde, erlebte die Preisverleihung "wie im Rausch", erzählt er. Mit seiner Ehefrau, den drei Darstellern und seinem Co-Produzenten saß er im Publikum. Neben seiner regulären 40-Stunden-Woche arbeitet er in Nachtschichten an seinen Filmen. Er wurde bereits für mehrere Preise nominiert, unter anderem für den Hessischen Drehbuchpreis.

Seit knapp 20 Jahren geht Bechtold seiner großen Leidenschaft nach: Filme. "Ohne Dich" war seine Rückkehr, nachdem er sich nach einem schweren Schicksalsschlag eine Auszeit genommen hatte. Der Drang, Filme zu machen, habe ständig weiter in ihm gebrodelt. Sein jüngstes Werk sei dann eine "kreative Explosion" gewesen.

Mehrere zukünftige Projekte schweben ihm nun vor. Für eine Mini-Serie, die in der Märchenwelt spielt, hat er bereits die Pilotfolge geschrieben. Eine weitere Option sei ein Drama über ein autistisches Mädchen. "Von Kurzfilmen lebt man nicht", sagt er. "Sie sind eher eine Visitenkarte."

Den ersten Preis im Rahmen des Filmfestivals in München gewann Lukas von Berg mit seinem Kurzfilm "Tod einer Fruchtfliege". (Foto: kge)

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