+

"Titanic"-Party zum Abschied

  • vonConstantin Hoppe
    schließen

Während man sonst auf der Bühne Seemanskleidung trug, präsentierten sich die Mitglieder des Shantychors aus Großen-Linden bewusst inkognito: Denn am Samstag ging mit der "Titanic"-Party im Lindener Hof eine zweieinhalb Jahrzehnte lange Geschichte zu Ende.

Man könnte sagen, die Sänger gehen nun von Bord, denn schon seit einiger Zeit kämpfte die Mannschaft mit dem Mitgliederschwund. Der erhoffte Nachwuchs blieb leider aus; das Ruder konnte nicht mehr rumgerissen werden.

Schon bei den letzten öffentlichen Auftritten war die Besetzung schwach. So blieb den Sängern nichts anderes übrig, als die Auftritte nun zu beenden. Noch ein letztes Mal ließ man am Samstagabend in kleinem Kreis die Seemannslieder und die Geschichte des vor einem Vierteljahrhundert gegründeten Chors aufleben.

Woher kommen die Shantys eigentlich? Ursprünglich waren es Arbeitslieder der Seeleute, Wechselgesänge aus den lauten Befehlen des anspornenden "Shanty-Man" und den Antworten der Matrosen. Viele der Seemannslieder sind zudem durch Übernahme von Volksweisen aus aller Welt entstanden.

Nach einem vergnüglichen Abend mit ein paar Wermutstropfen dann hieß es: Leinen los und Abschied nehmen. Auf zu neuen Ufern.con/FOTO: CON

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare