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Stadtverordnete wollen Neustart ohne Jörg König

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Von: Constantin Hoppe

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Linden (con). Für die Stadt Linden war der gestrige Nikolaustag aus politischer Sicht kein Tag wie jeder andere: Erstmals in der Geschichte der Stadt beschloss das Parlament, die Abwahl eines Bürgermeisters. Mit den Stimmen von 34 Stadtverordneten wurde der von allen Fraktionen getragene Antrag auf die Abwahl von Jörg König beschlossen. Lediglich zwei Stadtverordnete enthielten sich ihrer Stimme.

Das bedeutet, dass nun Bürgermeister König am Zug ist: Wenn er nicht innerhalb einer Woche auf eine Entscheidung der Bürger verzichtet, kommt es zu einem Bürgerentscheid über seine Abwahl. Sollte es zu diesem Bürgerentscheid kommen, ist er für den 12. März 2023 geplant. Sollte König auf den Bürgerentscheid verzichten und das Votum des Parlaments annehmen, würde an diesem Tag die Bürgermeisterwahl stattfinden, eine eventuelle Stichwahl ist für den 2. April 2023 terminiert.

Am 11. Oktober hatten alle Fraktionen gemeinsam den Bürgermeister dazu aufgefordert, von seinem Amt zurückzutreten. Sie führen unter anderem mangelnde Führungsfähigkeiten, Überforderung mit seiner Position und Vergesslichkeit gegen diesen an. König selbst gab an, dieser Forderung nicht nachzukommen.

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