Stadt Linden muss zahlen

  • VonStefan Schaal
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Linden (srs). Weil die Stadt Linden eine Baustelle unzureichend abgesichert hat, muss sie einem Pohlheimer knapp 5000 Euro zahlen, dessen Mercedes beim Passieren der Stelle beschädigt worden war.

Dies geht aus einem Urteil am Landgericht Gießen vor, das Richter Dr. Alexander Schmitt-Kästner am gestrigen Freitag verkündet hat. Verurteilt wurde auch die für die Baustelle beauftragte Firma mit Sitz in Reiskirchen.

»Wie die Stadt und das Unternehmen die Summe aufteilen, müssen sie untereinander klären«, sagte Schmitt-Kästner. Es stehe aber fest, dass sich die Stadt nicht aus der Verantwortung stehlen könne. Sie habe die »Verkehrssicherungspflicht verletzt«, sagte der Richter. Vor allem die Beschilderung an der Baustelle sei unzureichend gewesen.

Die Stadt hatte im Lauf des Verfahrens eingeräumt, die Kontrolle der Baustelle in Leihgestern vernachlässigt zu haben.

Die Stadt und die Baufirma müssen auch die Rechtsanwaltskosten des Klägers in Höhe von knapp 500 Euro zahlen

Der Unfall liegt bereits vier Jahre zurück. Eine Bekannte des Klägers fuhr mit dem Mercedes im November 2017 bei Dunkelheit durch die Wilhelmstraße in Leihgestern, die Straße wurde damals ausgebessert, im Asphalt klaffte ein tiefes, ein Meter breites Loch.

Der Pohlheimer hatte vor Gericht eine Rechung über 11 266 Euro an Reparaturkosten vorgelegt. Nur für die Schäden an Reifen und Felgen allerdings konnte durch ein Gutachten die Baustelle als Ursache eindeutig erwiesen werden.

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