Gedenkminute für Sebastian Weiß. FOTO: con
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Gedenkminute für Sebastian Weiß. FOTO: con

Stadt Linden muss neuen Stadtbrandinspektor noch diese Woche bestimmen

  • vonConstantin Hoppe
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Nach dem Tod von Stadtbrandinspektor Sebastian Weiß sollte am Montagabend ein Nachfolger gewählt werden. Da es keine Kandidaten gab, muss nun der Magistrat entscheiden.

Im vergangenen November schockte eine Nachricht die Mitglieder der Lindener Feuerwehren: Ihr Stadtbrandinspektor Sebastian Weiß verstarb nach schwerer Krankheit. Seitdem war die Position des Lindener Stadtbrandinspektors vakant.

Trotz Trauer und Pandemielage muss dieses wichtige Amt in dieser Woche neu besetzt werden: "Die Satzung lässt dabei keine Varianten oder Alternativen zu", erklärte der stellvertretender Stadtbrandinspektor Marc Bausch während einer außerordentlichen Dienstversammlung der Lindener Feuerwehren.

Darum waren die Mitglieder der Lindener Feuerwehren am Montagabend in die Volkshalle Leihgestern geladen, um hier einen Nachfolger für die Position zu wählen. Doch wurde schnell klar: Die Fußstapfen in die der kommende Stadtbrandinspektor treten muss sind groß - zu groß für viele Feuerwehrleute: "Wir haben einige Vorschläge im Vorfeld erhalten und Gespräche geführt - aber keiner traute es sich zu, das Amt so auszufüllen, wie er es gerne hätte", berichtete Bausch während der Versammlung. Ändern sollte sich daran am Montagabend nichts: Wenige Minuten nachdem Bürgermeister und Wahlleiter Jörg König den Wahlgang aufgerufen hatte, konnte dieser ergebnislos wieder geschlossen werden - es fanden sich keine Kandidaten. Damit konnte erstmals kein neuer Stadtbrandinspektor gewählt werden.

Dies bedeutet, dass nun der Stadtbrandinspektor bestimmt werden muss: Der Magistrat wird ein aktives Mitglied der Feuerwehr in das Amt ernennen, Kreisbrandinspektor Mario Binsch muss dann sein Einverständnis zu der Ernennung erklären - die Einsatzabteilung hat dabei kein Mitspracherecht mehr.

Unerwartet kam dieses Ergebnis für die Verantwortlichen nicht: "Wir haben bereits einen Vorschlag, wer ernannt werden könnte", berichtet Bausch im Gespräch mit dieser Zeitung. Auch Kreisbrandinspektor Binsch erklärte bereits sein Einverständnis, sollte der Vorschlag im Magistrat Zustimmung finden. Doch genaueres dazu kann erst nach der Bestellung in das Amt gesagt werden.

Voraussichtlich wird sich einiges bei der Amtsführung ändern: "Die Belastung im Privaten wie Beruflichen wird immer größer und dann muss man zusätzlich noch die anfallenden Verwaltungsaufgaben stemmen", erklärte Bausch im Gespräch. Das merkte er auch in den vergangenen beiden Monaten, als er stellvertretend die Aufgaben des Stadtbrandinspektors übernahm. "Aber es gab viele Kameraden, die mir ihre Unterstützung zugesagt haben - und das wollen wir auch in Zukunft so handhaben, damit sich die Aufgaben auf mehr Schultern verteilen."

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