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Die Entlastungsstraße soll vom Viadukt in Großen-Linden in Richtung der Wiesengrundschule in Leihgestern verlaufen. Die Route des im Hintergrund zu sehenden Feldwegs ist allerdings ausgeschlossen, weil dieser durch ein Naturschutzgebiet verläuft.

Seit mehr als 20 Jahren im Gespräch

  • vonStefan Schaal
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Linden (srs). Für ein Großprojekt, das seit mehr als 20 Jahren im Gespräch ist, könnte in diesem Jahr die Planung beginnen.

Die Fraktionen in Linden haben am Mittwoch im Haupt- und Finanzausschuss über erste Schritte für eine Entlastungsstraße zwischen Großen-Linden und Leihgestern beraten, die nördlich des Breiten Wegs vom Viadukt in Richtung der Wiesengrundschule verlaufen soll. Sie könnte für eine direkte Anbindung Leihgesterns an das Gewerbegebiet und die Autobahnauffahrten sorgen und die bisherigen Durchgangsstraßen entlasten. Auch Staus im Knotenpunkt der Wilhelmstraße und der Großen-Lindener Straße könnten dadurch reduziert werden, hoffen die Befürworter. Für das Vorhaben ist das Bahnviadukt jüngst erweitert worden.

Die SPD hat beantragt, in diesem Jahr 100 000 Euro für die Planung und den Erwerb von Grundstücken in den Haushalt zu stellen. In den kommenden drei Jahren soll dann jeweils eine halbe Million Euro für das Vorhaben anvisiert werden.

Dass eine Mehrheit im Stadtparlament das Vorhaben befürwortet, verdeutlicht ein Antrag der CDU-Fraktion, die das Projekt ebenfalls angehen will. In diesem Jahr seien allerdings 50 000 Euro für die Planung ausreichend, erklärte Karin Lenz. Erst nach Abschluss der Planung und wenn der genaue Verlauf der neuen Entlastungsstraße feststehe, könne man über den Kauf von Grundstücken diskutieren, fügte der CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Hille hinzu. Zumal die Entlastungsstraße in einer Kurve verlaufen müsste, weil sich auf der Fläche zwischen Großen-Linden und Leihgestern ein Naturschutzgebiet befindet.

Manfred Leun von den Freien Wählern kritisierte die von der SPD für die kommenden Jahre genannten Beträge. »Die sind doch völlig aus der Luft gegriffen. Keiner weiß, was der Spaß kostet.«

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