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Der Sandplatz ist sowohl für Beach-Fußball als auch Beach-Handball nutzbar.

Sand für Hand- und Fußballer

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Linden (pad). Die Mädchen konnten es kaum erwarten: Kaum hatten die Vertreter von Stadt und Vereinen das Feld geräumt, ging es los mit der ersten Trainingseinheit im Beach-Handball. Und wie beim Handball so üblich, fiel auch nur wenige Sekunden später das erste Tor.

Lindens Bürgermeister Jörg König blieb es allerdings verwehrt, sich als erster Torschütze auf dem neuen Beach-Fußball-Handball-Feld zu verewigen: Er scheiterte bei seinem Neun-Meter-Wurf an der starken Torhüterin. Jedoch überwog bei ihm die Freude darüber, den Platz freizugeben.

Die Sportvereine hatten an die Stadt den Wunsch für einen gemischten Handball-Fußball-Sandplatz herangetragen, berichtete der Bürgermeister. Durch die Bewegung auf Sand würde die Muskulatur gerade im Knöchelbereich besser trainiert. "Dem Wunsch sind wir gerne nachgekommen."

Ein Standort war schnell gefunden: Angrenzend an das Beachvolleyballfeld gab es bisher nur einen holprigen Bolzplatz. Das Areal wurde aufgeschüttet und begradigt, sodass es nun auf einer Höhe mit dem Beachvolleyballfeld liegt. Aufgrund des trockenen Sommers hat sich das Material wesentlich schneller als erwartet verdichtet, sodass zwei zusätzliche Laster Sand notwendig waren, um den Platz fertigzustellen. "Auf einem schrägen Feld mag man nicht spielen", sagte König.

Kein Hundesportplatz

Die Stadt besorgte noch zwei standsichere Multifunktionstore und säte rund um das Sandfeld den Rasen neu ein. Dieser ist allerdings aufgrund des trockenen Sommers noch nicht richtig aufgegangen. Insgesamt rund 16 000 Euro investierte die Stadt Linden. Jörg Steinmüller spendete die Linienmarkierungen und Bälle. Dr. Hermann Lodde dankte im Namen der Sportvereine für den neuen Platz.

Das Beach-Handball-Fußballfeld wird in Zukunft allerdings nur von den Sportvereinen genutzt werden können. Diese erhalten einen Schlüssel für die Tore, die ansonsten zu bleiben. In der Vergangenheit haben die Sportler die Erfahrung gemacht, dass nicht nur Vandalen sich auf dem Areal austoben, sondern einige das Sportfeld auch mit einem Hundetrainingsplatz verwechseln. Dieses wäre nicht ganz so tragisch gewesen, wenn die Hundebesitzer sich wenigstens um die von ihren Tieren hinterlassenen Häufchen gekümmert hätten. Nach einem Sprung oder Kopfball in einem Hundehaufen zu landen, stinkt den Sportlern so gewaltig, dass sie das Areal nun absperren.

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