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Mit Staatssekretär Mark Weinmeister (Mitte) tauschen sich aus (v. l.) Anne Meerstein, Inge Schimmel, Bürgermeister Jörg König und Thomas Altenheimer.

Reger Austausch ist vorbildlich

  • VonConstantin Hoppe
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Linden (con). Ein Vorbild in Sachen Städtepartnerschaften: Der hessische Staatssekretär für Europaangelegenheiten Mark Weinmeister war jetzt zu Gast im Lindener Rathaus, um sich hier über die Partnerschaften der Stadt zu informieren und Impulse auch für andere Kommunen mitzunehmen.

Weltweites Netz gespannt

Partnerschaften zwischen Städten und Kommunen auf europäischer Ebene (oder darüber hinaus) sind dem Staatssekretär ein wichtiges Anliegen, erklärte er im Gespräch mit dem Bürgermeister. »Letzten Endes kann man so viel politische Arbeit betreiben wie man möchte, es sind die Menschen, die zusammenkommen müssen.« Und gerade in diesem Bereich haben sich die Stadt Linden und deren Bürger enorm engagiert und ein Freundesnetz über die ganze Welt gespannt.

Vor rund 40 Jahren begann der Kontakt mit der japanischen Stadt Warabi über einen Verein - ein Kontakt, der bis heute anhält und viele Freundschaften geschaffen hat, auch wenn es nach dem ersten Kontakt noch etwas dauern sollte, bis es eine offizielle Partnerschaft gab. Daneben sind Loucna nad Desnou in Tschechien, Macheren in Frankreich, Machern in Sachsen, Purgstall in Österreich und Sosnicowice in Polen weitere Partnerstädte. Bei den meisten herrscht weiterhin ein reger Austausch, nur mit Tschechien ist die Partnerschaft in den letzten Jahren etwas »eingeschlafen«. Zur Pflege der Beziehungen läuft aktuell die Gründung eines Partnerschaftsvereins.

Und mal von den coronabedingten Einschränkungen des vergangenen Jahres abgesehen, wird jetzt bereits geplant, wie die nächsten Besuche in den sechs Partnerstädten aussehen könnten, wie Bürgermeister Jörg König, Ehrenstadträtin Inge Schimmel und Thomas Altenheimer berichteten.

So steht beispielsweise ein Treffen mit Macheren im kommenden Jahr an. Eigentlich hätte man dieses Jahr die 20-jährige Verschwisterung feiern können, das soll jetzt nach Möglichkeit etwas größer im kommenden Jahr stattfinden.

Eine Entwicklung, die Staatssekretär Mark Weinmeister deutlich beeindruckte: »In vielen anderen Kommunen gibt es ernsthafte Sorgen. Wenn alle dasselbe erzählen würden wie sie, würde ich nachts besser schlafen.«

Neben dem Gespräch rund um die Partnerschaften hatte der Staatssekretär aber auch etwas für die Stadt dabei: Eine Urkunde über die Anerkennung der Stadt im Europanetzwerk: Durch das Netzwerk soll das Engagement der Bürgerinnen und Bürger um die Zukunft Europas besser unterstützt werden.

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