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»Neue Planung gefährdet Entlastungsstraße«

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Von: red Redaktion

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Linden (pm). Im Rahmen ihrer jährlichen Klausurtagung diskutierten Lindens Sozialdemokraten vor allem den städtischen Etat, der in diesem Jahr zum ersten Mal als Produkthaushalt und als Doppelhaushalt für die Jahre 2022 und 2023 vorgelegt wurde. Mit Spannung blickt die SPD-Fraktion auf den Stellenplan, denn dieser sieht die Schaffung von 14 weiteren Stellen in der Lindener Verwaltung vor.

»Von der Notwendigkeit, für zusätzliche kommunale Aufgaben auch zusätzliches Personal einzustellen, sind wir überzeugt«, so die Fraktionsvorsitzende Gudrun Lang, »aber die finanziellen Möglichkeiten der Stadt müssen das auch zulassen«. Man freue sich auf kontroverse Diskussionen und sei sicher, dass ein für Linden guter Weg gefunden werde.

Weiteres Thema der Klausur war die Entwicklung der Stadt in den nächsten Jahren. Die SPD ist überzeugt, dass weiterer Wohnraum geschaffen werden muss. Dringend benötigt werden gemäß aller Prognosen Wohnungen für Familien mit Kindern. »Drei-, Vier- und Fünfzimmerwohnungen werden in Linden nachgefragt und der Bedarf kann nicht gedeckt werden. Stattdessen schickt sich die Stadt an, einem privaten Investor die Schaffung von mehr als 100 kleineren Wohneinheiten als reines Renditeobjekt zu genehmigen und dafür ein wertvolles innerstädtisches Biotop unter Beton zu begraben. Das ist absurd«, kritisiert Lang.

Für Verblüffung und Ablehnung unter den Genossen sorgte laut Pressemitteilung der jüngste Entwurf des Regionalplans Mittelhessen. In diesem ist der Zuschnitt des Baugebiets Nördlich Breiter Weg verändert. Verläuft dieses Baugebiet im aktuell geltenden Regionalplan im Anschluss an den bereits bebauten ersten Bauabschnitt breiter werdend, trichterförmig bis zum Viadukt unter der Bahnlinie, so sieht der neue Regionalplan vor, dass das Baugebiet im Anschluss an den ersten Bauabschnitt deutlich breiter wird und fast rechteckig zur Bahnlinie verläuft. Das Baugebiet endet im Entwurf dann etwa 100 Meter südlich vor dem Viadukt.

»Dieser neu geplante Zuschnitt des Baugebiets gefährdet die Entwicklung einer von uns seit Jahrzehnten geforderten Entlastungsstraße von der Gießener Straße durch das Viadukt, um die alten Ortskerne von Großen-Linden und Leihgestern von Durchgangsverkehr aus Pohlheim und Gießen ins Gewerbegebiet Lückebachtal und zur Autobahn zu entlasten«, erklärt Gudrun Lang. Sie kündigt an, dass sich Lindens SPD für die Beibehaltung des alten Zuschnitts des Baugebiets im Regionalplan und damit im Flächennutzungsplan einsetzen wird. Man bemühe sich gegenwärtig, Informationen zu bekommen, was der Grund war, für den Neuentwurf des Regionalplans das Baugebiet Nördlich Breiter Weg zu verändern.

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