Alexandra Agel Jugendpflegerin
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Alexandra Agel Jugendpflegerin

Neue Jugendpflegerin setzt auf Mitarbeit der Jugendlichen

  • vonConstantin Hoppe
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Linden(con). Die Stadt Linden hat eine neue Jugendpflegerin: Am Montagabend stellte sich Alexandra Agel dem Ausschuss für Jugend, Kultur und Soziales vor.

Alexandra Agel studierte in Göttingen und Gießen Sozialwissenschaften. Ihr beruflicher Weg führte sie bislang in die Jugendarbeit nach Wetzlar und nach Rosbach. Derzeit findet sie sich noch in ihre neue Position und den Lindener Gegebenheiten ein, doch sie hat bereits erste Ideen, die sie gemeinsam mit den Jugendlichen umsetzen möchte.

"Derzeit fehlt beispielsweise in den Jugendräumen noch etwas der jugendliche Charme. Das würde ich gerne gemeinsam mit den Jugendlichen verändern", erklärte die 28-Jährige den Ausschussmitgliedern. Daneben steht die Frage nach einer zweiten betreuten Woche in den Sommerferien auf ihrer Agenda.

Bereits vor längerer Zeit wurde beschlossen, eine zweite Ferienspielwoche anzubieten, umgesetzt wurde diese jedoch noch nicht. Auch die neue Jugendpflegerin wird daran aber kurzfristig nichts ändern: "In diesem Jahr will ich zuerst die eine Woche schaffen, daneben steht ja auch noch der Austausch mit Polen an", sagte Agel. "Aber perspektivisch kann ich mit eine zweite betreute Woche gut vorstellen".

Sanierung der Alten Schule

Das zweite große Thema der Sitzung war der mögliche Ankauf der Alten Schule in der Bahnhofstraße 2a in Großen-Linden durch die Stadt. Hierzu stellte Architekt Thomas Jungherr die Ergebnisse einer ersten Begutachtung des historischen Gebäudes vor - mit durchaus positiven Ergebnissen: "Anhand einer visuellen Begutachtung konnten keine schwerwiegenden Probleme gefunden werden", berichtete der Fachmann. Dennoch stehen einige Sanierungsmaßnahmen an, um den weiteren Betrieb der jetzt schon dort laufenden ehrenamtlichen Tätigkeiten ohne Weiteres fortsetzen zu können. Auf rund 90 000 Euro schätzt Jungherr die empfohlenen Sofortmaßnahmen.

Sollte man das gesamte Gebäude auf den aktuellen Stand der Technik bringen, schätzt er die Kosten auf rund 350 000 Euro. Darin wären enthalten eine komplette Sanierung inklusive Wärmedämmung und neuen Böden. "Das ist aber nicht sofort notwendig. Die heutige Nutzung des Gebäudes kann bereits mit relativ geringem Aufwand erreicht werden", meinte der Architekt.

Zu den genannten Kosten käme noch der Kaufpreis von 102 000 Euro. Zusätzlich ist geplant, das östlich des Gebäudes gelegene Teilgrundstück von der evangelischen Kirche zu erwerben: Über diese Fläche könnte dann ein behindertengerechter Zugang zur Alten Schule geschaffen werden.

Das Gebäude soll weiterhin für die ehrenamtlich geleistete Arbeit - zum Beispiel durch das Team der dortigen Bücherei und den Heimatkundlichen Arbeitskreis - zur Verfügung stehen. Eine Entscheidungsempfehlung wurde am Montag aber noch nicht abgegeben, denn derzeit fehlen noch überarbeitete Zahlen sowie ein Nutzungskonzept. Diese sollen jedoch bis zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch vorliegen.

Und schließlich stand noch die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan der Stadt Linden im Ausschuss zur Diskussion: Hierzu gab es einen Antrag der SPD, die Investitionskosten um 20 000 Euro zu erhöhen. Diese sollen genutzt werden, um Kleinkinderschaukeln auf den Lindener Spielplätzen zu installieren - denn diese seien kaum zu finden. Weitere 10 000 Euro sollen nach einem Antrag der Grünen verwendet werden, um an den Kindergärten der Stadt Überdachungen für Kinderfahrräder und Kinderwagen zu installieren. FOTO: CON

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