"Neue Bewegung statt Stillstand"

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Linden(pm). Die Fraktion der Grünen hat sich jetzt zu einer Klausurtagung getroffen. Um Wege, Kosten und CO2 zu sparen, direkt im Stadtzentrum.

"Es gibt so viele Themen, die den Lindener Grünen die Zornesröte ins Gesicht treiben", sagte Dr. Christof Schütz, der Fraktionsvorsitzende. "Immer wieder werden Entscheidungen des Parlaments nicht umgesetzt, verzögert, verschleppt oder unsachgemäß behandelt." So zum Beispiel die Stelle eines Klimaschutzmanagers. Im Februar 2018 gemeinsam mit allen Fraktionen im Parlament beschlossen, sei mehr als zwei Jahre danach noch nicht einmal der Förderantrag gestellt. Inzwischen habe sich aber der Förderungszeitraum auf drei Jahre verkürzt. "Entgangene Fördergelder: fünfstellige Beträge", schreibt Schütz.

Oder der Kindergartenneubau: "2016 ohne systematische Standortsuche durchgepaukt, weil Kita-Plätze fehlen. Danach wurde die Planung entgegen der Absprache, dass nur Planer mit Kita-Erfahrung beauftragt werden dürfen, an ein stadtbekanntes Unternehmen vergeben, das aber niemals zuvor eine Kita gebaut hatte", so Schütz. Der zunächst ausgesuchte Standort - nicht möglich. Daraufhin neue Standortauswahl mit Mehrkosten von rund 200 000 Euro. Die Ursprungsplanung passte aber nicht mehr, eine Neuplanung wurde erforderlich, die Mehrkosten belaufen sich laut Schütz auf 1,7 Millionen Euro.

Nach diesem "ernüchternden Blick auf die Lindener Verhältnisse" wandten sich die Grünen der Zukunft zu. Die Aufgaben seien gewaltig: Wie dem Klimawandel und dem Artenschwund, der Corona-Krise, den tiefgreifenden Veränderungen in der Gesellschaft begegnen?

Bürger aktiv einbeziehen

Die Lindener Grünen planen, die Kommune auf möglichst vielen Ebenen zukunftsfähig zu gestalten. Dabei wollen sie alle Bürger mitnehmen. Die im vergangenen Jahr gestarteten erfolgreichen Formate "Grüne Soße" (Veranstaltungen in Schaums Saal) und "Ins Grüne" (Outdoor-Angebote innerhalb des Stadtgebiets) sollen auch dazu dienen, dass sich interessierte Bürger über die Zukunft in Linden informieren und sie aktiv mitgestalten. Einen Schwerpunkt wollen die Grünen auf die gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie legen und dazu spannende Veranstaltungen anbieten.

Erfreut nahmen die Grünen die weiter zunehmende Bürgerbeteiligung zur Kenntnis, so zum Beispiel die Gründung der Klimainitiative Linden. Die Fraktion hofft, dass mit der Wahl Anfang 2021 die Weichen für die Stadt neu gestellt werden können: "Dann gibt es neue Bewegung statt Stillstand. Gemeinsam mit Menschen, denen der Zustand ihrer Stadt nicht gleichgültig ist, besteht die Chance, für Linden aktiv zu sein - sowohl im Parlament als auch außerhalb. Die Zukunft in Linden ist grün", sagte Fraktionschef Schütz.

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