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Sehtest für die Zuschauer: Die "Flamingos" mit ihrem Tanz "Schwarz und Weiß". FOTOS: CON

Närrisches Fest für alle Sinne

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Linden(con). Dschinn, Marienmarkt und ein Thermomix - zur ersten Sitzung des Karnevalverein Harmonien (KVH) in der TV-Halle ging es hoch her. Unter dem Motto "Bei 1001 Nacht - feiert Linden Fassenacht" strömte am Samstag das Narrenvolk in die Halle. Was den Verein besonders stolz machte: Nahezu alle Auftritte waren Eigengewächse aus den Kreisen des KVH, einmal von einigen Gastauftritten der befreundeten Karnevalisten aus Hüttenberg und Wallertshausen abgesehen.

Der Lindener Marienmarkt ist schon länger eine Tradition, die immer wieder zahlreiche Besucher in den Großen-Lindener Ortskern zieht. Aber was hinter den Kulissen abläuft ist weniger bekannt: Genau darum drehte sich die Büttenrede des neuen Marktmeisters Tim Ole Steinberg. Denn auf dem Weg, eine neue Marienmarktkommission zu bilden, gab es einige Unklarheiten. "Da kam eine Nachricht, auf die dann genau drei Wochen lang geschwiegen wurde: Langfristig sei schon geplant, dass wir auch die Organisation und Planung übernehmen." Mittlerweile ist die neue Kommission im Dienst.

Wenn auch eine weitere Botschaft weniger gut ankam: "Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und geben hiermit geschlossen unseren Rücktritt bekannt", schrieb Kommissionsmitglied Stefan Jung in die Planungsgruppe - eine Nachricht, die von der alten Kommission und auch dem Bürgermeister nicht all zu gut aufgenommen wurde. Auf das Datum der Nachricht, den 1. April, hatte dabei wohl niemand so recht geachtet...

Die "Flamingos" des KVH haben schon in der vergangenen Saison mit einem Schwarzlichttanz bewiesen, dass sie das Spiel mit Farben und Eindrücken lieben. Da legten sie in Sachen "optischer Täuschung" in diesem Jahr mit ihrem Tanz "Schwarz und Weiß" noch einmal eine Schippe oben drauf: In schwarz-weißen Anzügen spielten sie dem Gehirn einen Streich. Denn dieses wollte die Farben zuordnen. Und so sah es aus, als ob sich lauter weiße oder schwarze Figuren auf der Bühne tummelten- obwohl dem nicht so war.

Thermomix statt Teenager

Er darf in keiner Bütt’ bei den Sitzungen des KVH fehlen: Peti Müllejans präsentierte mit "Da is er wieder" einige Begebenheiten aus dem Ehealltag. Etwa als seine Frau vorschlägt, den Haushalt um etwas Elektrisches, das vibrieren kann, zu vergrößern: "Nee, bloß keinen Thermomix." Aber alles lamentieren blieb erfolglos: "Wir haben jetzt einen neuen Mitbewohner - der nimmt viel Platz weg, macht Lärm wie ein Jumbojet und kostet 1300 Euro - eigentlich nennt man so etwas Teenager."

Ganz dem Motto "1001 Nacht" verschrieben hatten sich die "Funkemaschinchen" - das KVH Männerballett - und eroberte als Bauchtänzerinnen, Dschinn und mit fliegendem Teppich die Bühne. Dass dabei dann das weibliche Publikum lauthals kreischte, dürfte auch den detailreichen Kostümen der Gruppe geschuldet gewesen sein.

Die Tanzgruppe "66 Grad" präsentierte einen Cowboytanz, bevor die "Frizzis" mit ihrem Tanz "Spirit of the hawk" die Indianer-Thematik aufgriffen. Mit den "Lindenblüten" stand ein tänzerischer Besuch im Dschungel an und das Harmonienballett präsentierte sich als Gladiatorinnen. Selbstverständlich durfte auch die Harmoniengarde und das Tanzmariechen Maike Demper nicht auf der Bühne fehlen.

Weitere Büttenreden kamen von Oli Bednorz, der die Geschehnisse in Linden im vergangenen Jahr aufs Korn nahm, und nach einem Jahr Pause war auch wieder Sabrina Elmshäuser in der Bütt dabei und erzählte von ihrem "Zoobesuch". Von einer "Traumreise" berichteten zudem die beiden Hüttenberg Nico Schmidt und Tim Althen. Zudem war die Lindener Harmonie mit von der Partie.

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