Bürgermeister Jörg König, die Lindener Umweltbeauftragte Birgit Dilger-Becker, Michael Cavael und Oliver Wegener (Firma Agrofor) mit dem neuen Artenschutzhaus. FOTO: CON
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Bürgermeister Jörg König, die Lindener Umweltbeauftragte Birgit Dilger-Becker, Michael Cavael und Oliver Wegener (Firma Agrofor) mit dem neuen Artenschutzhaus. FOTO: CON

"Mehrfamilienhaus" für Schwalben, Stare und Spatzen

  • vonConstantin Hoppe
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Linden(con). Ein Zuhause für Schwalben, Fledermäuse und mehr: Das soll das neue Artenschutzhaus bieten, das am Freitag in Linden-Forst aufgestellt wurde. Auf der Fläche "In der Imsbach" soll das Haus in Zukunft Mehlschwalben, Haussperlingen, Staren und Fledermäusen eine Nistmöglichkeit bieten. 2019 hatte die CDU-Fraktion die Errichtung von Artenschutzhäusern angeregt, um dem Schwinden von Nist- und Brutmöglichkeiten entgegenzuwirken.

"Die Erfahrung hat gezeigt, dass Schwalbenhäuser, die sich nicht in der Nähe von Häusern befinden, schwer oder gar nicht angenommen werden, denn die Schwalben suchen für ihre Nester immer die Nähe des Menschen", erklärte Birgit Dilger-Becker, die Lindener Umweltbeauftragte. Ein passender Standort wurde auf der städtischen Ausgleichsfläche vor dem Baugebiet "In der Imsbach" gefunden.

Zweites Haus geplant

Die Untere Naturschutzbehörde und die Untere Wasserbehörde des Landkreises Gießen wurden in die Maßnahme eingebunden, und anschließend beantragte die Stadt Linden eine Förderung des Artenschutzhauses aus Mitteln der Biodiversitätsstrategie des Landes Hessen über das Regierungspräsidium Gießen. Dieses bewilligte die Mittel, so dass das Artenschutzhaus zu 100 Prozent durch das Land Hessen gefördert werden kann. Das Aufstellen übernahm am Freitag die Agrofor GmbH aus Wettenberg. Um die Pflege des Artenschutzhauses kümmert sich in Zukunft der Bauhof der Stadt Linden - etwa alle zwei Jahre muss das Haus gesäubert und desinfiziert werden.

Insgesamt 42 Mehlschwalbennester, sechs Haussperling- und drei Starenhöhlen bietet das neue Artenschutzhaus. Hinzu kommen noch drei Fledermauskästen. Die Kosten für das Projekt liegen bei rund 10 000 Euro. Und es soll nicht bei diesem einen Haus bleiben: Schon für das kommende Jahr laufen die Planungen, ein zweites Haus in Großen-Linden zwischen Feuerwehr und Friedhof einzurichten.

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