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Eröffnung des Online-Marienmarkts mit Marktmeister Tim-Ole Steinberg und Bürgermeister Jörg König.

Marienmarkt trotzt Corona

  • vonConstantin Hoppe
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Linden (con). Nachdem bereits im vergangenen Jahr der Lindener Marienmarkt coronabedingt abgesagt werden musste, war es lange Zeit unklar, ob es 2021 einen Marienmarkt geben würde. Die Antwort darauf ist ja, es geht - aber anders als man es für diese Traditionsveranstaltung sonst gewohnt ist: Pünktlich um 10.15 Uhr wurde der diesjährige Lindener Marienmarkt von Marktmeister Tim-Ole Steinberg und Bürgermeister Jörg König am Rondell im alten Lindener Stadtkern eröffnet - ohne Publikum, ohne Marienmarktskommission und ohne Marktstände - dafür aber mit viel Programm direkt online ins heimische Wohnzimmer.

»Wir bieten der Pandemie die Stirn und machen eine Online-Sitzung«, erklärte der Marktmeister zum Marktauftakt am Sonntagmorgen. Von den sonst üblichen Marktbeschickern fehlte in diesem Jahr im alten Ortskern jede Spur. Und die sonst übliche Bühne, auf der Vereine ihre Angebote präsentieren können, fand sich dieses Mal im Internet. Vom virtuellen Chorgesang bis zur Turnstunde, von einer Dokumentation über die Feuerwehr bis hin zum Best-Of des Karnevalvereins hatten so zumindest die Vereine die Möglichkeit, ihre Angebote und Aktionen vorzustellen.

Den Auftakt machte wie auch in »normalen« Jahren üblich der Posaunenchor der evangelischen Stadtmission Linden und Leitung von Christian Schmidt. Es folgten unter anderem die beiden größten Lindener Vereine, der TV Linden und die TSG Leihgestern mit verschiedenen sportlichen Mitmachangeboten. Auch der Großen-Lindener VdK Ortsverband stellte seine Arbeit vor. Impressionen aus dem Vereinsleben gab von den Gesangvereinen Eintracht Leihgestern und Harmonie Großen-Linden. auch der Chor der Stadtmission Linden präsentierte sich mit einem OnlineAuftritt. Einen weiteren kleinen musikalischen Höhepunkt bot das Musikcorps der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden mit einem kleinen Einblick in ihr aktuelles Programm »Circus«. Auch die Partnergemeinden ließen es sich nicht nehmen, einen kleinen virtuellen Stand aufzubauen und ihre Gemeinde vorzustellen. Reichlich Action gab es beim Einblick in die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden, die in einer halbstündigen Dokumentation zeigte, wie es im Ernstfall im Gerätehaus und den Einsatzfahrzeugen zugeht. Unter dem Alarmstichwort »Gulasch umgekippt«, mussten die Einsatzkräfte zum Marienmarkt ausrücken.

Der Online-Markt stieß auf großes Interesse: Bereits zum Start hatten sich mehr als 70 Teilnehmer zugeschaltet und folgten der Veranstaltung - später sollten es zu Spitzenzeiten mehr als 120 sein. Aber klar ist auch: Ein Ersatz für den »echten« Marienmarkt ist das Online-Angebot nicht. 2022 kann es hoffentlich wieder einen Markt mit Ständen im alten Ortskern geben.

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