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Der Ludwigsplatz wird zwar gepflegt, ist aber, da es keinen Farbtupfer gibt, keine Augenweide.

Ludwigsplatz vor Umgestaltung

  • VonVolker Heller
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Linden (vh). Am Abend der Stadtverordnetensitzung in Linden war es auf den Tag genau zwei Monate her, dass am 14. Juli dieses Jahres eine Flutkatastrophe vor allem in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wütete. Die Johanniter Unfallhilfe Mittelhessen aus Linden leistete Hilfe vor Ort. Kürzlich berichteten sie dem Magistrat. Bürgermeister Jörg König informierte jetzt in der Sitzung, die geschilderten menschlichen Schicksale seien einem schon sehr nahe gegangen.

Die Johanniter hätten acht besonders schwer betroffene Personen und Familien ausfindig gemacht, für die momentan gesammelt werde.

Das in Linden eingerichtete Spendenkonto bleibe noch bis Ende September offen. Aktuell betrage der Spendenstand 9900 Euro. Den Spendenbetrag werde man später persönlich in Neuenahr-Ahrweiler im Ortsbezirk Walporzheim vorbei bringen. Das Spendenkonto der Stadt Linden: Spenden Hochwasser, Sparkasse Gießen, IBAN: DE63 5135 0025 0205 0781 41.

Über den SPD-Antrag, beim hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie eine Fließpfadkarte für Linden zu beantragen, brauchte nicht abgestimmt werden. Bürgermeister König teilte mit, die Anfrage für eine solche Karte sei schon auf den Weg gebracht worden. Er warte noch auf Antwort.

Eine Fließpfadkarte zeigt an, welche Wege das Wasser bei Starkregen durch die Kommune nehmen wird oder nehmen könnte - und welche Flächen und Gebäude davon betroffen wären.

Auftrag an den Bauausschus

Der Ludwigsplatz in Großen-Linden an der Ecke Ludwigstraße/Bismarckstraße macht gewiss keinen ungepflegten Eindruck, aber er ist auch keine Augenweide. Hier ist alles einfach nur grün, es gibt nicht den einen Farbtupfer. Gudrun Lang (SPD) sprach von einer »kleinen grünen Lunge«.

Diese neu zu gestalten, nannte sie indes ein »größeres Thema«. Vorausgegangen war ein CDU-Antrag zur Neugestaltung des Ludwigplatzes im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts »ISEK Linden 2036«. Darin steht der Begriff »Ankerprojekt«, also ein zentrales Vorhaben.

Der Platz ist in den 50er Jahren eingerichtet worden und heute noch die einzige klassische Parkanlage der Stadt. Drei Jahrzehnte wurde sie gut frequentiert, dann ließ das Interesse nach.

Viele Anwohner bedauerten dies, erfuhr das Parlament von Christian Schmidt (CDU), der selber dort wohnt. Die Christdemokraten wünschen sich etwa Bienenwiesen, das brächte Farbe, außerdem Wasserspiele wie in der Gießener Katharinengasse und bequeme Sitzmöglichkeiten. Außerdem sollte Kleinkunst dort möglich werden, wie Lesungen und Konzerte. Die SPD hat einen Ergänzungsantrag eingebracht, der besonders die zentrale Lage des Ludwigsplatzes betont und seine Aufwertung zu einer besonderen Begegnungsstätte und sogar einem Vorzeigeobjekt der Stadt Linden. Blühpflanzen und Rosen sollen das heutige Einheitsgrün auflockern.

Abgestimmt wurde im Parlament nicht. Der städtische Bauausschuss erhielt den Auftrag, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

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