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Die Schüler bei der Tiersuche im Dießenbach nahe der Schule.

Lindener Schüler tauschen Klassenzimmer gegen Bach

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Linden (pm). Sechzig zu vierzig: So schätzten die Kinder der Klasse G7g der Anne-Frank-Schule in Linden das Verhältnis zwischen Süß- und Salzwasser auf der Erde ein, als sie von Lennart Wegner und Lucia Gomez, beide Biologen der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz, kurz HGON, dazu befragt wurden. "Das Süßwasser macht lediglich 2,5 Prozent des Wasserhaushaltes der Erde aus. Die restlichen 97,5 Prozent sind Salzwasser", klärten die Experten auf.

Im Zuge des OVAG-Projekts "Unterricht in der Natur" hatte die Klasse einen Besuch der Biologen gewonnen. Am Dießenbach unweit der Schule konnten die Jugendlichen mithilfe von Köchern und Lupengläsern Tiere aus dem Fließgewässer entnehmen und mithilfe von Bestimmungbüchern identifizieren. Anhand der vorkommenden Tiere lässt sich auch die Gewässergüteklasse bestimmen. Die Funde von Köcherfliegen- und Eintagsfliegenlarven deuten auf ein fast unbelastetes Gewässer hin.

Anschließend hatten die Jugendlichen fünfzig Fanggefäße mit Tieren aus der angrenzenden Wiese befüllt und die Gliederfüßer mithilfe der Biologen grob in Käfer, Spinnen, Grashüpfer, Bienen und andere Fluginsekten eingeteilt. Auch sprachen sie über die Gründe und Ursachen für den Rückgang der biologischen Vielfalt.

Zum Schluss sammelten die Kinder Wildkräuter wie Knoblauchrauke, Kamille, Mohnblüte, Holunder, Taub- und Brennnessel, Schafgarbe und Spitzwegerich. Kleingeschnitten und unter Zugabe von Magerquark, Wasser und Salz wurde ein Wildkräuterquark hergestellt.

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