Lindener gründen Klima-Initiative

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Linden (lbh). Der Klimawandel ist ein viel diskutiertes Thema. Da viele Menschen sich oftmals schnellere Resultate seitens der Politik wünschen, hatten die Lindener Dr. Sandra Herrmann, Janine Stein und Pfarrer Axel Zeiler-Held am Montag zur Gründung einer Bürgerinitiative (BI) ins evangelische Gemeindehaus in Linden eingeladen. Die Organisatoren der BI möchten eine Vernetzung jener Bürger ermöglichen, die sich für das Thema Klimaschutz engagieren möchten. Viele seien daran interessiert, wüssten aber nicht, wie sie sich einbringen können.

Mithilfe der neuen BI sollen gemeinsam Pläne entwickelt und es soll an Projekten gearbeitet werden. Zunächst wurden am Montag Ideen gesammelt, die man an die örtliche Politik herantragen könnte, um die Situation in Linden zu verbessern. Dazu gehörten Vorschläge wie etwa die Ausarbeitung eines Klimakonzepts für Linden, der Ausbau innerörtlicher Radwege, um Kindern den Schulweg mit dem Fahrrad zu erleichtern, oder auch ein flächendeckendes Tempolimit (Tempo 30) in ganz Linden.

Bürgermeister Jörg König gab in der Gründungsversammlung zu mehreren Vorschlägen eine erste Meinung ab. Er erklärte, dass einige dieser Ideen bereits in Bearbeitung sind oder schon einmal in der Politik aufgebracht wurden und dann aus unterschiedlichen Gründen nicht durchgesetzt werden konnten.

So habe Hessen Mobil eine Tempo-30-Zone in einer der Hauptverkehrsstraßen abgelehnt, da die Lärmbelastung in der Straße bei einer Messung im angemessenen Rahmen gewesen sei. Momentan sei dieser Vorschlag also kaum durchsetzbar. Das Thema biete sich aber allgemein gut an, um gemeinsam bei den zuständigen Behörden Druck zu machen. Im Allgemeinen befürwortete der Bürgermeister die Initiative und deren Ideen. König zeigte sich erfreut darüber, dass es in Linden eine große Bereitschaft der Bürger gibt, etwas zu bewegen.

Andere Ideen beschäftigten sich auch damit, was man als Einzelperson für das Klima tun könne. Hier kamen Vorschläge wie Patenschaften für Bäume oder Grünflächen: Einzelne Bürger oder vielleicht auch eine Schulklasse könnte sich in einem bestimmten Abschnitt um Grünflächen kümmern, um diese zu erhalten. Eine andere Idee war die Begrünung von Häusern. In einem weiteren Treffen möchte die BI konkrete Ideen ausarbeiten, um sie der Politik vorzuschlagen.

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