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Benjamin Bechtold und Darstellerin Swantje Riechers hätten gerne einen "Short Film Award" mit nach Hause gebracht. Foto: pm

Lindener Drehbuchautor für Preise in USA nominiert

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Linden(srs). Am Ende ist Benjamin Bechtold leer ausgegangen. Dennoch überwiegen bei dem Lindener Drehbuchautor Freude und Stolz. Denn in gleich vier Kategorien war er mit seinem Werk "Ohne Dich" für einen Kurzfilmpreis in den USA nominiert.

Am vergangenen Samstag schritt Bechtold in Newark über den roten Teppich. Er drückte dem renommierten Schauspieler Rico E. Anderson die Hand, der bereits in Fernsehserien wie "Grey’s Anatomy", "Star Trek" und "Modern Family" zu sehen war. Anderson moderierte das Festival und die Preisverleihung der "Short Film Awards", bei dem Bechtolds Werk für den besten fiktionalen Kurzfilm, das beste Drehbuch und Nikolai Will als bester Hauptdarsteller sowie Swantje Riechers als die beste Nebendarstellerin nominiert waren. "Leider haben wir keine der tollen Trophäen erhalten", sagte Bechtold, der mit weiteren Beteiligten des Films nach Newark gereist war. Er merkte an: "Aber die Konkurrenzfilme waren sehr stark. Daher war es bereits eine große Ehrung für das Projekt, dass es viermal nominiert war."

Nachtschichten für den Film

Bechtold ist im Hauptberuf Logopäde. Neben seiner regulären 40-Stunden-Woche arbeitet er in Nachtschichten an seinen Filmen. Er wurde bereits für mehrere Preise nominiert, unter anderem für den Hessischen Drehbuchpreis und im Rahmen des in München ausgetragenen Wettbewerbs "13th Street Shocking Short".

"Ich will mit den Emotionen spielen", hatte Bechtold gegenüber der Gießener Allgemeinen Zeitung gesagt und merkte an: "Das war auch das Ziel meines Films." Auf der Suche nach der einen Liebe fährt Don, die Hauptfigur, per Anhalter. Er wirkt anfangs sympathisch. Doch die Geschichte wandelt sich von einem Drama zu einem Thriller.

Seit knapp 20 Jahren geht Bechtold seiner großen Leidenschaft nach: Filme. "Ohne Dich" war seine Rückkehr, nachdem er sich nach einem schweren Schicksalsschlag eine Auszeit genommen hatte. Der Drang, Filme zu machen, habe ständig weiter in ihm gebrodelt. Sein jüngstes Werk sei dann eine "kreative Explosion" gewesen.

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