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Gelbe Karten verteilen VCD-Aktive an Falschparker in Großen-Linden.

Falschparker

Verkehrsclub geht großes Ärgernis in Linden an

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Verkehrsclub-Mitglieder nahmen in Großen-Linden die Parksituation unter die Lupe. Dabei haben sie ein Hauptproblem ausgemacht. 

Eine "erschreckende Bilanz" zog jetzt der Kreisverband Gießen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) zur Parksituation in den Kreisgemeinden. Bei einer ersten bundesweiten Falschparker-Aktionswoche im vergangenen Jahr hatte sich der Kreisverband der Situation in der Stadt Gießen gewidmet, jetzt verteilte der Verkehrsclub bei der Neuauflage "gelbe Karten" an Falschparker in Großen-Linden als exemplarischen Stadtteil einer Umlandgemeinde. In knapp einer Stunde wurden rund 200 Karten hinter die Scheibenwischer der falsch parkenden Pkw gesteckt.

Gehwegparker in Linden: Diese Straßen fielen besonders negativ auf

Während in Gießen vermutlich der Mangel an Parkplätzen Ursache für das häufige Falschparken sei, scheine in den Umlandgemeinden vielfach Gedankenlosigkeit und mangelndes Unrechtsbewusstsein der Grund zu sein, schreibt Patrik Jacob vom VCD. Hauptproblem in Linden ist seiner Ansicht nach das illegale Gehwegparken. An ganzen Straßenzügen werde ohne Erlaubnis der Gehweg als Parkfläche genutzt. Besonders negativ aufgefallen sind dabei die Straßen Alte Heerstraße, Moltkestraße, Großen-Lindener-Straße, Hüttenberger Straße, Fronhofstraße und Mahrweg. Die VCD-Verantwortlichen vermuten, "die Pkw parkten auf dem Gehweg, um den Autoverkehr zu erleichtern". Dies gehe aber zu Lasten der Fußgänger und damit der schwächsten Verkehrsteilnehmer. Illegales Gehwegparken behindert laut insbesondere Rollstuhlfahrer, Nutzer von Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen, aber auch Rad fahrende Kinder unter acht Jahren. Teilweise blieben nur noch "absolut indiskutable Restbreiten" für diese Verkehrsteilnehmer übrig. Grundsätzlich sollen Gehwege nach den seit 2002 geltenden Bauvorschriften mindestens eine Breite von 2,20 bis 2,50 Meter aufweisen, die auch bei offiziellem Gehwegparken nicht unterschritten werden dürfen.

In Straßen, in denen Parkplätze abmarkiert wurden, wurden vergleichsweise wenig Falschparker registriert. Dies zeigt laut VCD, dass die Verkehrsbehörden den Autofahrern durch Markierungen deutlich machen sollten, wo Parken möglich und nicht behindernd ist. Stellen, an denen Gehwegparken erlaubt wurde, sollten auf Rechtskonformität überprüft werden, insbesondere hinsichtlich der verbleibenden Restbreiten der Gehwege, fordert Jacob. Hier habe sich die Stadt Linden oft nicht an die Richtlinien gehalten.

Verkehrsclub stellt Forderung an die Stadt Linden wegen Gehwegparkern

Der VCD fordert die Stadt Linden, aber auch die Verwaltungen der anderen Kreiskommunen auf, illegales Gehwegparken "strikt zu ahnden". In den Gießener Stadtteilen und in einigen Wohngebieten sei dies bereits mit Erfolg umgesetzt worden und der Anteil der Gehwegparker drastisch gesunken. Positive Nebeneffekte seien, dass der Sanierungsaufwand der Gehwege sinke und sich durch das versetzte Parken die Geschwindigkeiten in den Wohnstraßen verringerten.

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