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An den markierten Parkplätzen kommen zwei Autos bequem aneinander vorbei.

Engstelle

Platz für Parken und Verkehr - Experiment in Leihgestern soll Dauerlösung werden

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In der Leihgesterner Hauptstraße ist es eng. 2018 startete ein Versuch, Parken und fließenden Verkehr unter einen Hut zu bekommen. Nun soll das Experiment Dauerlösung werden.

Mittlerweile ist es fast ein Jahr her, dass in Leihgestern in der Hauptstraße ein Verkehrsversuch gestartet wurde: Um den Dauerkonflikt zwischen fließendem Verkehr und geparkten Autos zu entschärfen, hatte die Stadt Parkplätze markiert. Außerhalb dieser wurde das Parken verboten. Der Versuch ist so gut gelaufen, dass daraus nun eine Dauerlösung wird.

Wer mit dem Auto oder gar Laster durch die Hauptstraße fährt, kennt die vielen Engstellen. Als die Straße angelegt wurde, hatten die Planer nicht ahnen können, dass es einmal so große Fahrzeuge geben oder viele Familien mehrere Pkw besitzen würden. So wurde über viele Jahre hinweg halb auf der Straße, halb auf dem Gehweg geparkt, damit der Verkehr einigermaßen lief.

Gehwegparken war nicht legal

Gehwegparken ist jedoch nur legal, wenn es ausdrücklich gestattet ist. Ansonsten droht stets ein Knöllchen. In Absprache mit der Polizei und dem Straßenträger Hessen Mobil hat die Stadt Linden darum vor einem Jahr den Verkehrsversuch im Bereich zwischen der Ringstraße und der Johannes-Heß-Straße gestartet. Die Vorgabe des Gesetzgebers war, dass dort, wo Parkplätze markiert werden, ein mindestens 1,50 Meter breiter Gehweg sowie eine fünf Meter breite Fahrbahn erhalten bleiben. "Das machte es spannend", sagte Lindens Bürgermeister Jörg König. An vielen Stellen konnten die Vorgaben erfüllt werden.

Versuchsgebiet vergrößert

Für die Anwohner entfiel jedoch damit die Möglichkeit, dass sie direkt vor ihrem Hoftor parken können. Denn hätte man dort einen Parkplatz markiert, hätten dort nicht nur die Bewohner des Hauses, sondern jeder sein Fahrzeug abstellen dürfen - und die Einfahrt wäre so dauerhaft blockiert gewesen, erklärte König. Die meisten Anlieger arrangierten sich damit. Bei der Redaktion der Gießener Allgemeinen Zeitung meldete sich lediglich ein Anwohner, der dies kritisierte.

"Es ist nicht perfekt, aber entspannter", stellte König nun fest. Daher habe man den Versuch auf der Hauptstraße in Richtung Innenstadt weiter ausgedehnt. Hier waren teils schon Parkflächen ausgewiesen, die jedoch bei Weitem nicht ausreichten. Unter Berücksichtigung der Vorgaben für die Gehweg- und Fahrbahnbreite habe man allerdings nicht so viele neue Parkplätze schaffen können, wie man eigentlich brauche, sagte König. "Aber die Straße wurde gebaut, wie sie gebaut wurde."

Feste Schilder

Im ersten Abschnitt des Versuchs soll die provisorische Beschilderung nun durch festinstallierte Verkehrszeichen und sukzessive auch die aufgeklebten Parkplatzmarkierungen durch Farbe ersetzt werden. Hierzu müssen nun noch Hessen Mobil und die Polizei grünes Licht geben.

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