(Archivfoto: Geck)

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Kommt Anschluss an Gießener Regio-S-Bahn-Netz für Gemeinden im Kreis?

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Die Lindener CDU-Fraktion setzt sich für einen Anschluss der Stadt an regionales S-Bahn-Netz ein. Linden soll davon profitieren, wenn in Gießen ein Regio-S-Bahn-Netz kommen sollte.

Wird Linden Bestandteil des in Gießen diskutierten Regio-S-Bahn-Netzes? Das jedenfalls wollen die Lindener Christdemokraten. Sie stellen in der nächsten Stadtverordnetenversammlung den Antrag, dass der Magistrat dazu Verhandlungen mit der Stadt Gießen und den zuständigen Verkehrsgesellschaften aufnimmt. Ziel soll "eine verlässliche, schnelle, direkte und regelmäßige Bahnverbindung sein", teilte die CDU-Fraktion mit.

Auch die Gemeinde Langgöns soll im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit angesprochen werden, an diesen Verhandlungen teilzunehmen und damit möglicherweise ein Landkreis-Gießen-S-Bahn-Netz zu schaffen.

Eine halbstündige Taktung zu den Haltestellen innerhalb des Gießener Stadtgebietes soll angestrebt werden. Die Taktung der bestehenden Bus- und Zugverbindungen in Linden sollen auf das S-Bahn-Netz abgestimmt werden, heißt es weiter.

Zur Begründung ihres Antrags schreiben die Christdemokraten, die Stadt Gießen plane den Bau neuer Bahn-Haltepunkte in ihrem Stadtgebiet, um ein Regio-S-Bahn-Netz unter Anbindung der Lumdatal- und Horlofftalbahn neu zu erschaffen. "Die Bildung eines S-Bahn-Netzes im Raum Gießen halten wir für einen zukunftsweisenden Schritt", erklärt die CDU. Die Anbindung der Stadt Linden an dieses Netz würde zudem den nordöstlichen Landkreis mit dem Südwesten des Landkreises Gießen besser verbinden. Dies würde zu einer deutlichen Steigerung der Attraktivität des ÖPNV-Angebotes in Linden führen, da es eine deutliche Verkürzung der Fahrzeiten in weite Teile der Stadt Gießen ohne Umstieg ermöglichen dürfte.

Eine Anbindung von Langgöns erachten die CDU-Politiker für einen sinnvollen Schritt, da zum einen eine technische Umsetzung (in Langgöns bestehen drei Gleise, die ein "Wendemanöver" vereinfachen) möglich sei und zum anderen die ÖPNV-Verbindung zwischen den beiden Kommunen verbessert würden.

Die neue bessere Vernetzung mit dem Gießener ÖPNV-Netz könnte mittelfristig zu einer Reduzierung des Individualverkehrs auf den Lindener Ortsdurchgang- und Gießener Einfallstraßen zur Folge haben. Gerade Berufspendler von und nach Linden sowie Schüler und Studenten würden durch die Schaffung eines solchen Anschlusses profitieren. Zudem dürften die Anwohner entlastet werden, wenn es weniger Lärm und Autoabgase gibt.

Ein Regio-S-Bahn-Netz von Linden und Langgöns durch das Gießener Stadtgebiet mit eventueller Anbindung auch von Pohlheim, Lich, Hungen, Grünberg und Lollar würde die Region Mittelhessen insgesamt stärken, meinen die Christdemokraten. Auch könnte es mittelfristig zu einer Entlastung am angespannten Wohnungsmarkt kommen, wenn durch die Reduzierung der Fahrzeiten für Berufspendler, Schüler und Studenten die Attraktivität des vergleichsweise günstigeren Wohnraums im ländlicheren Gebiet steigen sollte.

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