3D-Minigolf

So läuft das Minigolf in 3D in Linden

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In Linden hat die erste Minigolfanlage im Kreis mit 3D- und Schwarzlichteffekten eröffnet. Zwei Elemente allerdings fehlen noch.

Dominik Bott holt aus – lässt den Schläger dann aber doch ruhen. Stattdessen rückt er die weiße 3D-Brille auf seiner Nase für einen Moment nach vorne und blickt über die Gläser hinweg, um sich in dem dunklen Raum zu orientieren. Welche Hindernisse stehen wirklich vor ihm?, will Bott wissen. Sind die Wellen im Boden nur ein 3D-Effekt? Dann setzt er nochmal zum Schlag an – und bringt den Ball ins Rollen. An der Wand vor ihm brüllt ein Dinosaurier.

Roter Sternenstaub schwebt im Raum

In Linden im Gebäude des neuen Trampolinparks hat vor wenigen Tagen die erste Minigolfanlage im Kreis mit 3D- und Schwarzlichteffekten eröffnet. An den 18 Bahnen leuchten neonbunt Unterwasserwelten, eine Landschaft mit Dinosauriern und ein Meteoritenhagel im Weltraum. Die fluoreszierenden Farben und das Schwarzlicht täuschen den Spielern durch die 3D-Brillen täuschend echte Szenerien vor.

Einige Minuten braucht der Besucher, bis er eintaucht in diese Welt. An Loch sechs ist es soweit. Es ist eigentlich eine typische Bahn beim Minigolf: Der Ball muss über einen schmalen steilen Steg nach oben auf einen Hügel. Durch die 3D-Brille entdeckt man, dass man im Wasser steht – und der Ball auf einer schwebenden feuerroten Spur aus Lava rollt. Aus der Tiefe schwimmen Quallen aus dem Boden empor – und erscheinen wie Hindernisse auf der Bahn. Auf der Suche nach dem besten Standort zum Einlochen umkurvt man Meeresalgen – bis man realisiert, dass diese nur aufgemalt sind. So manches Zielloch versteckt sich in einem Vulkan und – zum Schein – unter Wasser. An einer der letzten Bahnen schwebt roter Sternenstaub im Raum.

Sounds und Gerüche ab kommende Woche

Besucher bleiben im dämmrigen Licht immer wieder vor Dinosauriern, riesigen Walen und Planeten in knallenden Farben stehen, ungläubig streichen sie über die Wand. Künstler haben die 500 Quadratmeter großen Räume wochenlang mit den dreidimensionalen Motiven bemalt und besprüht. Beamer projizieren derweil Meteoritenhagel und Fischschwärme an die Wände.

"Minigolf draußen ist ja immer das gleiche", sagt Simone Paulsen. "Mit den Farben und den 3D-Effekten aber ist es schwieriger – und macht mehr Spaß." Sie feiert hier mit Freunden ihren 27. Geburtstag. Auf die Frage, was noch fehlt, sagt sie: "Musik". Im Hintergrund läuft leise Britney Spears. Tatsächlich fehlen an der Lindener 3D-Minigolfanlage noch zwei Elemente, wie Geschäftsführer Daniel Wüstkamp einräumt. Zukünftig soll es an den ersten Bahnen in der Unterwasserwelt blubbern und gluckern, während es nach Algen und Salzwasser riechen soll. Im Bereich, der mit Weltraummotiven gestaltet ist, sollen sphärische Töne erklingen. "Ab kommende Woche wird es das alles geben", verspricht Wüstkamp.

Erwachsene zahlen 9,90 pro Person, Schüler und Studenten 8,50 Euro. Die 18 Löcher absolviert man in ca. 90 Minuten. Weitere Infos zur Minigolfanlage in der Theodor-Heuss-Straße 18: www.jumpnfly-giessen.de.

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