So oder so ähnlich könnte die Waffe ausgesehen haben: Die Polizei hat einen Mann festgenommen, der bei einem Einsatz in Linden (Kreis Gießen) auf einen Beamten geschossen haben soll – mit einer Armbrust. (Symbolbild)
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So oder so ähnlich könnte die Waffe ausgesehen haben: Die Polizei hat einen Mann festgenommen, der bei einem Einsatz in Linden (Kreis Gießen) auf einen Beamten geschossen haben soll – mit einer Armbrust. (Symbolbild)

Polizeieinsatz in Linden

Armbrust-Schuss bei Polizeieinsatz in Linden abgefeuert

  • Alexander Gottschalk
    VonAlexander Gottschalk
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In Linden im Kreis Gießen will die Polizei am Dienstag die Wohnung eines 47-Jährigen durchsuchen. Es kommt zu einer Armbrust-Attacke.

Linden – Ein 47-Jähriger aus Linden (Kreis Gießen) soll bei einer Durchsuchung mit einer Armbrust auf einen Polizisten geschossen haben. Das teilte die Polizei am Mittwoch (08.09.2021) mit. Den Ermittlern zufolge soll der Mann der „Reichsbürger“-Szene nahestehen. Die Einsatzkräfte nahmen ihn fest. Ihm wird versuchter Totschlag sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Auf Anordnung eines Haftrichters kam der Tatverdächtige in ein Gefängnis.

Armbrust-Attacke bei Polizeieinsatz im Kreis Gießen

Mehrere Beamte waren am Dienstagmorgen (07.09.2021) gegen 10.30 Uhr nach Linden gefahren. Es lag ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 47-Jährigen vor. Dort wollte die Polizei Beweismittel sicherstellen. Gegen den Mann habe es den Verdacht des versuchten Betruges und der Urkundenfälschung gegeben, wie der Gießener Staatsanwalt Thomas Hauburger erläuterte. Außerdem hatte eine Gerichtsvollzieherin um Polizeischutz für eine Zwangsvollstreckung gebeten.

Linden (Kreis Gießen): Armbrustschütze verfehlt Polizisten

Als die Ermittler die Wohnung betraten, soll der Tatverdächtige mit der Armbrust auf einen Polizisten gefeuert haben. Der Pfeil habe den Uniformierten verfehlt, der einen ballistischen Schutzschild bei sich gehabt habe, hieß es in einer Mitteilung. Das Geschoss sei in der Decke eingeschlagen. Die Beamten überwältigten den mutmaßlichen Schützen anschließend.

Der Mann ist nicht vorbestraft. Dass er der „Reichsbürger“-Szene angehören könnte, sei aus seiner Kommunikation mit verschiedenen Behörden hervorgegangen, so Hauburger. Warum der 47-Jährige die Polizisten genau attackierte, könne man nicht sagen. Verletzt wurde niemand. Erst im Januar hatte die Polizei bei einem mutmaßlichen Reichsbürger aus Hungen scharfe Waffen gefunden. (ag/red)

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