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In das Großprojekt im Lindener Stadtzentrum investiert die Gesellschaft für diakonische Altenhilfe Gießen und Linden 20 Millionen Euro.

»Komplexe bauliche Leistung«

  • vonConstantin Hoppe
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Linden (con). Schon seit einiger Zeit ist der Dachstuhl am neuentstandenen Haus 3 des Seniorenzentrums Linden fertiggestellt - doch die traditionelle »Taufe« des Gebäudes in Form eines Richtfests musste angesichts der Corona-Pandemie noch etwas warten. Mit den mittlerweile sinkenden Inzidenzwerten und den damit einhergehenden Lockerungen stand einer Feier im kleinen Rahmen am Donnerstag nichts mehr im Wege:

So traf sich am Vormittag eine Gruppe von Beteiligten und Unterstützern des Neubauprojekts am Seniorenzentrum, um den Baufortschritt zu feiern.

Rund 20 Millionen Euro werden in das Bauprojekt investiert, das seit den anfänglichen Planungen im Jahr 2017 einen langen Weg hinter sich gebracht hat: Trotz Pandemie und langem Winter erfolgte der Bauverlauf seit der Grundsteinlegung am 8. Oktober 2020 zügig und ohne größere Verzögerungen. »Anlässlich des Richtfestes soll deshalb ganz besonders den Planungs- und Baufirmen und deren Leitern und Arbeitern gedankt werden«, erklärte die Vorsitzende des Vereins für Kranken-, Alten- und Kinderpflege Gießen (alleiniger Träger der Betreibergesellschaft), Marianne Weber. »Nur dank der hervorragenden Zusammenarbeit konnte die komplexe bauliche Leistung, aber auch das Vorfinden einer sehr eigenwilligen Bauweise der Haus-Gebäude und der Elektrotechnik im Altbestand bewältigt werden.«

Der Bauverlauf umfasste bislang einen Anbau am älteren Haus 2 des Seniorenzentrums sowie den Erweiterungsbau am Haus 1. Mittlerweile ist Haus 1 mit dem neuen Haus 3 verbunden, und der Rohbau des neuen Gebäudes ist fertiggestellt. Sobald das Gebäude bezugsfertig ist, soll hier im Erdgeschoss die Tagespflege mit 16 Plätzen einziehen.

Tagespflege in Haus 3 ab Januar

»Tagespflege macht in vielen Fällen das Zuhausebleiben möglich, bietet aber auch Angebote zum Zusammenkommen«, berichtet Christa Hofmann-Bremer, Geschäftsführerin und Einrichtungsleiterin des Seniorenzentrums. So soll auch die gewohnte häusliche Umgebung und das soziale Umfeld so gut es geht erhalten bleiben. »Soviel Hilfe wie nötig, so wenig wie möglich«, lautet hier das Motto.

Zusätzlich werden im 1. Obergeschoss des neuen Hauses zwölf Einzelzimmer für eine Pflege auf begrenzte Zeit entstehen und im 2. Obergeschoss ein Dutzend Einzelzimmerappartements als überschaubarer und bezahlbarer Wohnraum. Der Verbindungsbau zwischen den Häusern 1 und 3 wird zudem als neuer Haupteingang des Seniorenzentrums fungieren.

Sobald Haus 3 fertiggestellt ist, sei vorgesehen, dass das Haus 1 saniert wird, erklärte Hofmann-Bremer. Wann genau das neue Haus bezugsfertig ist, kann derzeit noch nicht gesagt werden - jedoch soll die Tagespflege hier möglichst zum 1. Januar 2022 starten.

Zudem sollen im neuen Verbindungsbau neben Haupteingang und Foyer auch eine Cafeteria und eine Terrasse Platz finden. Außerdem soll es hier Physiotherapie- und Pflegeberatungsangebote geben. Auch Fußpflege und ein Friseur sollen dort angesiedelt werden, wie Matthias Barho, der kaufmännische Geschäftsführer der Betreibergesellschaft der Diakonischen Altenhilfe Gießen und Linden, ergänzte.

Auch in den weiteren Gebäuden des Seniorenzentrums und auf den Außenanlagen verändert sich derzeit einiges: Im Anbau von Haus 2 entstehen 23 Einzelzimmer in der vollstationären Pflege. Zudem werden auf dem Außengelände zwei neue Grünflächen, ein Wirtschaftshof und 32 Parkplätze entstehen sowie drei E-Ladestationen aufgestellt. Grußworte zum Richtfest überbrachten zudem Landrätin Anita Schneider und Bürgermeister Jörg König.

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