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Hiroaki Matsuyama Vizekonsul

Knigge für Japanbesuch

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Linden(con). Bald ist es soweit: Bei der deutsch-japanischen Gesellschaft Linden-Warabi steht im kommenden April ein Besuch im Partnerland Japan an. Nachdem der Verein die vergangenen Male den Herbst in Japan erleben konnte, wird es dieses Mal Frühling in Japan sein. Neben der Stadt Warabi wird auch die südliche Insel Kyushu bereist und dort unter anderem Nagasaki und das "japanische Meißen" Arita besucht werden.

Für viele Teilnehmer ist es die erste Reise nach Japan, weshalb sich der Verein am Sonntag fachkundige Hilfe in die "Lindener Ratsstuben" holte: Den japanischen Vizekonsul aus Frankfurt Hiroaki Matsuyama, der direkt von einigen Besonderheiten seines Heimatlandes berichtete und einen kurzen Blick auf die derzeitige Situation in Japan warf.

Hierzulande dürften die meisten noch immer das schwere Tohoku-Erdbeben von 2011 und den anschließenden Tsunami mit Japan in Verbindung bringen. Acht Jahre nach der verheerenden Naturkatastrophe sind noch nicht alle Schäden beseitigt. "Damals wurde die Infrastruktur in Tokyo schwer beschädigt", berichtet Matsuyama. "Die japanische Wirtschaft ist auch heute noch mit dem Wiederaufbau beschäftigt."

Daneben berichtete Matsuyama vom japanischen Schulsystem und seinen Besonderheiten: So mancher deutscher Schüler könnte sich sicherlich ein Beispiel daran nehmen, wie japanische Schüler ihre Klassenräume nach Unterrichtsende putzen. Auch für den kurzen Besuch gibt es einiges zu beachten: "Schon im Kindergarten wird gelehrt, wie man sich verbeugt - das Verbeugen ersetzt das Händeschütteln bei Treffen", berichtet der Vizekonsul. "Aber das Handgeben ist mittlerweile auch in Japan bekannt." Vor dem Betreten eines Privathauses gilt: Schuhe ausziehen. FOTO: CON

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