Kita-Leitungen gegen Gesamtelternbeirat

  • VonConstantin Hoppe
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Linden (con). Spazierwege, eine Jugendbeauftragte und die Schaffung eines Gesamtelternbeirats für die Lindener Kindertagesstätten - das waren die Hauptthemen, die am Dienstag im Ausschuss für Jugend, Soziales, Sport und Kultur der Stadt Linden zur Diskussion standen.

Auf Antrag der Linken soll ein Gesamtelternbeirat der städtischen Kindertagesstätten geschaffen werden, um die Elternbeteiligung in Linden zu stärken. Sie sollen so mehr Mitsprache bei organisatorischen und pädagogischen Belangen erhalten. Der Kommunikationsfluss sei seit Jahren nicht zufriedenstellend.

Bürgermeister Jörg König sagte: »Wir haben viele verschiedene Kitas mit vielen verschiedenen Konzepten und das ist auch gut so.« Er verwies auf das jährliche Treffen mit allen Elternbeiräten.

Gerade diese Treffen sind Teil der bestehenden Kritik, wie Karla Sell (Bündnis90/Die Grünen) erklärte: »Der Wunsch nach einem Gesamtelternbeirat wurde von verschiedenen Eltern geäußert, denn in den genannten Treffen wären Fragen nur sehr unzureichend beantwortet worden.« Florian Jochim, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, hat mittlerweile eine Abfrage bei den Kita-Leitungen zu dieser Frage veranlasst. Die Kita-Leitungen sprachen sich gegen einen Gesamtelternbeirat aus. Sie waren für intensivere Treffen mit den Eltern. Das Thema wird in der nächsten Sitzung weiter behandelt.

Kita-Software ab 2022 bereit

Die Grünen stellten einen Prüfantrag, ob der Einsatz einer Kita-Verwaltungssoftware inklusive Anmeldeportal in Linden möglich ist. Jochim sagte dazu, dass in Linden die Web-Kita-Software zum Einsatz kommen soll. Diese soll genau diese Möglichkeiten bieten, ist aber aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen und notwendigen Satzungsänderungen derzeit noch nicht im Start. Dies soll 2022 aber der Fall sein. Damit erledigte sich der Antrag.

Aus der CDU-Fraktion kam zur Sitzung ein Antrag über die Einrichtung von Spazier- und Skaterwegen im Lindener Stadtgebiet: »Wir wollen gerne eine kinderwagentaugliche Streckenführung, die auch an Sehenswürdigkeiten in Linden vorbeiführt«, erklärte Karin Lenz (CDU) den Antrag ihrer Fraktion. Zudem sollen auch Schulen/Kindergärten an die Wege angebunden werden. Der Antrag stieß auch bei den übrigen Fraktionen auf Wohlwollen - wurde aber vorerst zurückgestellt: Zuerst sollen der Senioren- und der Ausländerbeirat Stellung zu dem Antrag beziehen.

Und auch dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung der Landkreisinitiative »jugendgerechte Städte und Gemeinden« und Wahl einer Jugendbeauftragten wurde im Ausschuss eine einstimmige Beschlussempfehlung gegeben: Als Jugendbeauftragte schlägt der Ausschuss die Stadtverordnete Franziska Schaffer-Gawenda (FW) vor. Sie soll als Schnittstelle zwischen Jugendlichen, Politik und Jugendarbeit dienen.

Durch die Kooperationsvereinbarung soll die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an politischen Prozessen ermöglicht werden. Kooperationspartner können eine finanzielle Förderung für Maßnahmen der Jugendbeteiligung erhalten und sich besser vernetzen.

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