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Eine weitere Autobahnauf- und -abfahrt wäre in Höhe der Brücke der Landstraße 3130 von Langgöns nach Leihgestern wohl möglich. Daraus wird aber zumindest vorerst nichts, Hessen Mobil hat keinen entsprechenden Planungsauftrag.

A 45-Ausbau

Kein weiterer Autobahnanschluss für Linden

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Die A 45 wird im Bereich des Gießener Südkreuzes ausgebaut. Der Hoffnung, dass in diesem Zuge bei Leihgestern eine neue Auf- und Abfahrt entsteht, erteilte Hessen Mobil eine Absage.

Eine gute und eine schlechte Nachricht für die Bewohner Lindens im Zusammenhang mit dem anstehenden Ausbau der A 45. So soll der Larmschutzwall an der Autobahn im Stadtgebiet im Zuge des sechsspurigen Ausbaus erneuert werden oder durch eine Lärmschutzwand ergänzt beziehungsweise ersetzt werden. Diese Mitteilung machte Samuel Freund als Vertreter von Hessen Mobil, der in der Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt am Dienstagabend die Vorhaben seiner Einrichtung vorstellte.

Demnach wird bekanntlich die Talbrücke bei Langgöns erneuert. Umfangreiche Maßnahmen sind auch am Gießener Südkreuz zu erwarten, das "leistungsfähiger" gestaltet werden soll. Wenn aber Lindener gehofft haben sollten, einen direkten Anschluss zur A 45 zu erhalten, zum Beispiel an der L 3130 auf der Höhe Abzweig nach Linden-Neuhof, so wurden sie enttäuscht. "HessenMobil hat keinen Planungsauftrag für eine dortige Anschlussstelle erhalten", teilte Sonja Lechner von Hessen Mobil auf Anfrage mit.

Mit dem Ausbau der A 45 werden Rückhaltebecken nach dem neuesten Stand angelegt; sie werden Ölabscheider erhalten, und es besteht die Möglichkeit, dass das Wasser (zum Beispiel bei Starkregen) gedrosselt abgegeben wird. Hans Bausch (FW) hatte zuvor die Befürchtung geäußert, dass die Bodenqualität unter den Abflüssen der Autobahn leiden könnte. Diese Bedenken versuchte Samuel Freund zu zerstreuen und verwies auch darauf, dass Versickerungsanlagen mit Bodenfiltern ausgestattet werden.

Linden will ans Regio-Netz

Mit den Stimmen der Koalition (FDP, SPD, Grüne, FW) lehnte der Bauausschuss einen modifizierten Antrag der CDU-Fraktion ab, zwei Solar-Mülltonnen zunächst einmal auf Leihbasis für ein Jahr anzuschaffen. Wie einen Tag später auch der Haupt- und Finanzausschuss stimmte der Bauausschuss ohne Gegenstimme für eine Anhebung der sogenannten Rohlandpreise auf 63 Euro von bisher 41,41. In diesem Zusammenhang wies Bürgermeister Jörg König darauf hin, dass die Stadt noch erhebliche Kosten zu tragen habe, um die Baureife herzustellen. Eine einstimmige Empfehlung gab der Bauausschuss zu einer Vorlage der Koalition, den Magistrat zu beauftragen, mit dem Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe über Verbesserungen der Busanbindung Lindens an Gießen an Samstagen zu verhandeln.

Der Bauausschuss und der HFA sprachen sich dafür aus, die Fortschreibung bzw. Korrektur des Flächennutzungsplanes zu beauftragen und dafür 50 000 Euro einzustellen. Ebenfalls mehrheitlich stimmte der HFA dafür, dass sich der Magistrat in Verhandlungen (mit der Stadt Gießen, RMV, Landkreis Gießen) darum bemüht, dass der Lindener Bahnhof Bestandteil des diskutierten Regio-S-Bahn-Netzes wird. Bei einer Enthaltung und nach intensiver Diskussion stimmte der HFA für einen Nachtragshaushalt mit Nachtragsstellenplan, wobei die Koalition die zeitnahe Erstellung einer Stellenbeschreibung fordert. Nachdem es im Sozialausschuss keine Mehrheit für einen Antrag der SPD gab, die Landesregierung aufzufordern, die Mitfinanzierung der Betriebskosten von Kindertagesstätten deutlich zu erhöhen, stimmte der HFA mit deutlicher Mehrheit für diese Vorlage.

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