"Das Herz wird nicht dement"

Menschen mit Demenz können noch sehr viel. Meist ist zuerst das Kurzzeitgedächtnis von der Demenz betroffen – das Langzeitgedächtnis funktioniert noch sehr lange gut. Doch trotzdem werden gerade im Bereich der Kommunikation oft Fehler gemacht. Darüber sprach Gerontologin Elisabeth Bender am Dienstagnachmittag beim Ehrenamtscafé im Seniorenzentrum Linden.

Menschen mit Demenz können noch sehr viel. Meist ist zuerst das Kurzzeitgedächtnis von der Demenz betroffen – das Langzeitgedächtnis funktioniert noch sehr lange gut. Doch trotzdem werden gerade im Bereich der Kommunikation oft Fehler gemacht. Darüber sprach Gerontologin Elisabeth Bender am Dienstagnachmittag beim Ehrenamtscafé im Seniorenzentrum Linden.

Denn nach ihr braucht man einen neuen Blick auf die Demenz, der nicht defizitär orientiert ist: "Man muss mit einer Kommunikation auf Augenhöhe beginnen", erklärt Bender. Auch müssen Betroffene das Gefühl haben, dass sie immer noch etwas können: "Deshalb sollte man auch Warum-Fragen vermeiden: Diese können Menschen mit Demenz meist nicht mehr beantworten und reagieren dann oft aggressiv, da sie sich vorgeführt fühlen", sagt Bender. Denn fest steht: "Das Herz wird nicht dement". Für Bender ist es besonders wichtig, dass man sich mit einer positiven Grundhaltung, getragen von Respekt und Toleranz, begegnet: "Wenn man sich an all das hält, kann man sehr schöne Begegnungen haben."

Fortbildungen für Helfer

Mit dem jährlich stattfindenden Ehrenamtscafé will sich die Gesellschaft für diakonische Altenhilfe Gießen und Linden bei den ehrenamtlichen Helfern bedanken, die sie unermüdlich unterstützen. Um diese Hilfe zu erleichtern, organisiert die Diakonie regelmäßig Fortbildungen und Schulungen für die Ehrenamtlichen. Zudem gibt es einen Ehrenamtskoordinator, der die Helfer entsprechend ihre Vorkenntnisse und Stärken einsetzt, wie Christa Hofmann-Bremer, Geschäftsführerin des Seniorenzentrums in Linden, berichtet.

Neben dem Vortrag wurde auch eine ganze Reihe besonders verdienter Helfer im Rahmen des Dankeschöncafés geehrt: Doris Brendenmühl, Roswitha Dayan, Reinhold Faber, Ingeborg Falter, Roswitha Gortner, Horst Gortner, Angelika Holle, Mechthild Meyer, Ursula Velten, Albrecht Velten, Mechthild Schlagether, Robert Kraft, Hannelore Theimer, Dirk Hank, Volker Thomas, Hans Pitschak, Gudrun Enenkel, Christa Schmidt und Almut Schneider haben sich in der Vergangenheit und auch noch heute mit ihrem ehrenamtlichen Engagement rund um die Pflege verdient gemacht.

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