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Henrike Kliche mit Ausstellungsleiter Hans Ulrich Heymann (l.) und dem Ersten Stadtrat Norbert Arnold.

Henrike Kliche zeigt Werke in Acryl

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Linden (se). "Für die Betrachter wünsche ich mir, dass sie die Ruhe und gleichzeitig die Fröhlichkeit der Farben mitnehmen können." Diesem Anliegen der Künstlerin kann man sich nicht entziehen. So vermitteln ihre Gemälde nachhaltig eine Gelassenheit und die Farben eine gewisse Heiterkeit. Davon konnten sich am Mittwochabend bereits bei der Vernissage, die von Kim Hammann mit Gitarre und Gesang musikalisch umrahmt wurde, rund 100 Besucher überzeugen. Erster Stadtrat Norbert Arnold und Ausstellungsleiter Hans Ulrich Heymann eröffneten den 156. Zyklus im Rahmen der Ausstellungsreihe "Galerie im Rathaus Linden". Diesmal präsentierte die Lindenerin Henrike Kliche 40 Acrylgemälde, die bis zum 8. November dieses Jahren in den Fluren des Rathauses betrachtet werden können.

Die Künstlerin, im "Hauptberuf" medizinisch-technische Assistentin, wurde 1965 in Schlesien geboren und kam als 13-Jährige mit ihrer Familie nach Gießen. Seit 1985 ist sie Lindenerin, lebte zwischenzeitlich allerdings sieben Jahre in Berlin. "Papier, Farben und Stifte waren schon in der Kindheit ein Magnet für mich", berichtet die Mutter von zwei erwachsenen Töchtern. "Es bereitete mir Freude, Beobachtungen und Betrachtungen auf Papier wiederzugeben."

Im Alter von 15 Jahren habe sie sich im Zeichnen mit dem Bleistift versucht, "in den 1990er Jahren kam Farbe ins Spiel". Zunächst seien es Aquarellfaben gewesen, vor rund vier Jahren machte Henrike Kliche dann erste Erfahrungen mit der Acrylmalerei. "Alles beruht auf Autodidaktik", verrät sie. Allerdings seien ihre Kenntnisse in einem Volkshochschulkurs ergänzt worden.

"Meine Leidenschaft für Farben ist Sprache meiner Bilder", erklärte Kliche. Nach ihrer Überzeugung können Farben die Stimmung beeinflussen, dabei sei die Natur "der beste Lieferant für Schönheit und Perfektion". "Sie ist mir eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration", sagt die Malerin, die als Mittelpunkt ihrer Arbeit in erster Linie beruhigende Motive mit belebenden Farben ansieht. "Meine besondere Freude gilt Spiegelungen, weil sich für mich darin das Schöne verdoppelt." In den nächsten rund neun Wochen besteht die Möglichkeit festzustellen, wie es der Malerin gelungen ist, die Verdoppelung des Schönen in ihren Gemälden darzustellen.

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