Grüne fordern Umsetzung von Aufträgen

  • vonRedaktion
    schließen

Linden (pm). Die Lindener Grünen kritisieren Bürgermeister Jörg König dafür, Aufträge des Parlaments nicht umzusetzen. Stattdessen setze er auf Werbung in eigener Sache.

Vor wenigen Tagen hatte die Bürgergruppe »Wir tun was für Linden« mit König in ihren Reihen angekündigt, für Aufpflanzungsarbeiten des Lindener Stadtwalds im Jahr 2022 rund 1000 Baumsetzlinge zu spenden. Zwar begrüße man die Unterstützung der Aufforstung, schreibt Grünen-Fraktionsvorsitzender Dr. Christof Schütz. Jedoch hält er die Ankündigung einer Aktion im nächsten Jahr für ein reines Wahlkampfmanöver.

»Sehr viel weniger umweltbewusst handelt der Bürgermeister im Zusammenhang mit einem Antrag der Grünen, der im letzten Februar einstimmig vom Parlament beschlossen wurde: Auf städtischem Grund sollen 40 Bäume gepflanzt werden«, schreibt Schütz. Auf Nachfrage habe der Bürgermeister im Oktober erklärt, dass man noch nicht wisse, wo man die Bäume hinsetzen solle. Mit einer Pflanzung vor Sommer 2021 sei nicht zu rechnen.

Schütz kritisiert, dass in Linden keine Nachpflanzungen gefällter Bäume stattfänden. »Damit wird ein Parlamentsbeschluss zur ökologischen Stadtentwicklung missachtet und nicht umgesetzt.«

Eine Blockadehaltung werfen die Grünen dem Bürgermeister auch beim 2017 beschlossenen Bau einer Fotovoltaikanlage auf der Kita Regenbogenland vor. »Der Beschluss wurde mit fadenscheinigen Gründen bis heute nicht umgesetzt«, heißt es in der Pressemitteilung. Auch die Einstellung eines Klimaschutzmanagers werde seit 2018 durch den Bürgermeister verschleppt, zwischenzeitlich hätte er die Unterlagen verlegt. Mittlerweile habe sich die Förderdauer verkürzt. »Dies bedeutet einen Verlust von etwa 100 000 Euro, vor allem aber zwei verlorene Jahre für den Klimaschutz.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare