Mit dem symbolischen Spatenstich beginnen offiziell die Arbeiten für das 20-Millionen-Euro-Projekt. FOTO: PAD
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Mit dem symbolischen Spatenstich beginnen offiziell die Arbeiten für das 20-Millionen-Euro-Projekt. FOTO: PAD

Großprojekt im Herzen Lindens

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Linden(pad). Mit dem Spatenstich fiel nun der Startschuss für ein Großprojekt im Lindener Stadtzentrum, in welches die "Gesellschaft für diakonische Altenhilfe Gießen und Linden" 20 Millionen Euro investiert: In fünf Abschnitten wird im Seniorenzentrum Linden neu gebaut, erweitert und saniert.

Vor dem bisherigen Haupteingang entsteht das neue Haus 3. Es soll einmal im Erdgeschoss 16 Plätze für die Tagespflege sowie 24 Einzelzimmer für die stationäre Kurzzeitpflege beherbergen. Geschäftsführerin Christa Hofmann-Bremer zeigte sich darüber erfreut, dass damit das Versorgungsangebot vor Ort erweitert wird. Man bleibe damit dem Leitsatz "So viel Hilfe wie nötig, so wenig wie möglich" treu.

Bauarbeiten bis Juni 2024

Mit einem Zwischenbau soll der Neubau an das bestehende Haus 1 angedockt werden. Dieser Zwischenbau soll den neuen Eingangsbereich bilden und als geräumige Begegnungsstätte dienen.

Hinter dem Haus auf dem ehemaligen Parkplatz der Diakoniestation sind die Arbeiten bereits weit fortgeschritten, dort wird schon betoniert. Das Haus 2 erhält einen dreigeschossigen Anbau, in dem sich 23 Einzelzimmer mit eigener Nasszelle befinden werden.

Nach dessen Fertigstellung werden im zweiten Bauabschnitt die im Haus 2 bestehenden 24 Doppelzimmer in Einzelzimmer umgewandelt sowie das Erdgeschoss von Haus 1 umgebaut. Im dritten und vierten Bauabschnitt soll das Haus 1 weiter renoviert und an den Standard der neuen Gebäude angepasst werden. Zwischenzeitlich werden die Außenanlagen in Angriff genommen. Im Juni 2024 soll alles fertig sein.

"Die Senioren freuen sich, dass sie die Baustelle beobachten können", sagte Hofmann-Bremer. Einige hätten bereits ihrem Erstaunen über die moderne Technik Ausdruck verliehen und sich daran erinnert, wie beschwerlich früher ein Hausbau war.

Auch für die Diakoniestation Linden ist der Neubau ein Grund zur Freude: Das Betreuungsangebot für an Demenz Erkrankte, das "Café Hilde", erhält eine Außenterrasse, für die Mitarbeiter gibt es mehr Arbeitsraum sowie neue Umkleide- und Sanitäranlagen.

Der "Förderverein Soziale Dienste" beteiligt sich an dem Bauprojekt mit 130 000 Euro, die für eine freundliche und einladende Gestaltung der Caféteria als Begegnungsstätte gedacht sind.

Den Bau führt das Langgönser Unternehmen Faber & Schnepp aus, Vertrags- und Leasinggeber sind die Firma DAL und Bautec. Für die Planungen zeichnet ASP Gießen verantwortlich.

Marianne Wander, die Vorsitzende des Vereins für Kranken-, Alten- und Kinderpflege in Gießen, ging auf den umfangreichen Planungsprozess ein. In den drei Jahren habe aufgrund veränderter Voraussetzungen zweimal neu geplant werden müssen. Jedoch seien immer Lösungswege gefunden worden. "Viele atmen auf, dass wir heute den Grundstein legen können."

Wander dankte der Stadt Linden, die durch einen Grundstücksverkauf die Erweiterung möglich machte.

Bürgermeister Jörg König sagte: "Wir wissen alle in Linden: Die Plätze sind rar. Ein Neu- und Weiterbau ist zeitgemäß." Wenn Menschen pflegebedürftig würden, wäre das für sie selbst, aber auch Angehörige eine große Umstellung und Herausforderung. Eine Einrichtung vor Ort sei da eine große Hilfe.

Einrichtungsleiterin Hofmann-Bremer schloss den Festakt mit einem Segensgebet ab. Darin warb sie für ein liebevolles Miteinander: "Lasst uns selbst unseren Teil dazu beitragen und nicht nur anderen ihre Verantwortung vorhalten."

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