Grabsteinpflicht in Linden geplant

  • Harold Sekatsch
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Linden(se). Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Linden sprach sich für eine Änderung der Friedhofsordnung und analog dazu der Gebührenordnung aus. Als Grundlage diente eine Mustersatzung des hessischen Städte- und Gemeindebundes. In die neue Ordnung wurden auch neue Bestattungsformen eingearbeitet, etwa der neue Memoriam-Garten auf dem Friedhof in Großen-Linden.

Außerdem wird festgelegt, dass Umbettungen in eine andere Grabstätte innerhalb der Stadt Linden nicht zulässig sind. Als neue Ruhestätten werden in Linden künftig auch Urnenrasengrabstätten angeboten. Außerdem wird vorgeschrieben, dass jede Grabstätte nach spätestens zwei Jahren mit einem Grabmal und einer Umfassung zu versehen ist. Ausnahmen gibt es für Urnengräber bei anonymen Bestattungen, Baumgrabstätten, Urnenrasengräber sowie gemeinschaftliche Grabstätten für totgeborene Kinder.

Nach der neuen Gebührenordnung kostet die Überlassung eines Reihengrabes 740 Euro bei Personen über fünf Jahren, für die Überlassung einer Urnenreihengrabstätte müssen 370 Euro bezahlt werden, für eine Wahlgrabstätte 1850 Euro sowie 1052 Euro für eine Wahlgrabstätte im Memoriam-Garten. Die Ruhefrist beträgt nach wie vor 25 Jahre.

Der Ausschuss sprach sich für die Annahme einer vom Magistrat vorlegten Richtlinie zur Geldanlage aus, die von den Kommunen Linden, Pohlheim und Fernwald gemeinsam vorgenommen werden soll. Hintergrund ist eine geplante Anlage der Kommunen bei der Volkswagenbank.

Der Ausschuss unterstützt außerdem den Antrag des Magistrats, Frank Müller und Jürgen Herold als neue Ortsgerichtsschöffen vorzuschlagen.

Nicht abgestimmt wurde über einen Antrag der CDU, die Wassergebühren zu ändern. Dazu wird zunächst einmal die Stellungnahme der Betriebskommission abgewartet, ehe dann neu entschieden wird. Eine einstimmige Beschlussempfehlung sprach der Ausschuss dafür aus, dass die Feuerwehr für 40 000 Euro außerplanmäßig Atemschutztechnik anschaffen kann. Mit Inbetriebnahme des Gefahrenabwehrzentrums in Gießen werden die Geräte vom Atemschutverbund gewartet. Die Feuerwehr Linden verfügt jedoch über eine andere Gerätetechnik als die anderen Verbundsmitglieder. Die Beschaffung soll bereits jetzt erfolgen, da in Zukunft steigende Preise erwartet werden.

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