Bankmitarbeiter verhindert Schlimmeres

Gewinnspielbetrüger erbeuten etwa 21 000 Euro

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Linden (pm). Auf Gewinnspielbetrüger hereingefallen ist eine 75-Jährige aus Linden. Insgesamt erbeuteten die Unbekannten etwa 21 000 Euro. Ans Tageslicht kam der Betrug, als die Geschädigte in dieser Woche nochmals etwa 20 000 Euro überweisen wollte. Ein Bankangestellter wies die ahnungslose Frau auf einen Betrug hin und verhinderte somit Schlimmeres.

Anfang Mai hatte die Lindenerin die ersten Anrufe erhalten. Zunächst hatte sich ein angeblicher Mitarbeiter einer Vollzugsbehörde in Saarbrücken gemeldet und behauptet, dass gegen die 75-Jährige eine Anzeige vorliegen würde. Wenig später meldete sich ein Rechtsanwalt. Er sei bereit die Angelegenheit zu übernehmen. In den folgenden Tagen gab es weitere Gespräche mit dem Rechtsanwalt und einer Sekretärin. Dann wurden die ersten 5000 Euro von der Seniorin überwiesen. Bei den Gesprächen wurde ihr versichert, sie bekomme das Geld wieder, wenn die Sache erledigt sei.

Konten in Polen und Rumänien

In den nächsten Telefonaten behauptete der angebliche Anwalt, dass der überwiesene Betrag in Verbindung mit einem Gewinn von 450 000 Euro stehen würde. Es dauerte wieder nicht lange, bis die Betrüger eine Gebühr für den möglichen Gewinn forderten. Die Lindenerin überwies erneut Geld.

Schließlich war es der ausstehende Zoll, der überwiesen werden musste, um den Gewinn von fast einer halben Millionen Euro zu erhalten. Die Frau zahlte nochmals fast 5000 Euro.

Jetzt forderte der falsche Anwalt rund 20 000 Euro Depotgebühren für den hohen Gewinn. Die 75-Jährige ging zu ihrer Hausbank. Ein aufmerksamer Mitarbeiter wies die Frau auf die Gefahren des Gewinnspielbetruges hin. Nach diesem Hinweis erstattete die Seniorin Strafanzeige bei der Polizei. Es stellte sich heraus, dass der bereits überwiesene Betrag von etwa 21 000 Euro auf Konten in Polen und Rumänien gingen.

Die mit dem Fall befasste Gießener Kriminalpolizei warnt vor solchen Betrügern. Es sollte immer beachtet werden, dass bei seriösen Gewinnspielen niemals Gebühren fällig werden. Hinweise an die Kriminalpolizei in Gießen unter 06 41/70 06-25 55.

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