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Hermann Henn

Geschichte über eine unbekannte Tote

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Linden(con). Es ist ein großes Ziel, das Hermann Henn aus Fernwald antreibt: Er will "der hessische Stieg Larsson oder Stephen King werden", erklärte er seinen Zuhörern in der "Stattbücherei" in Linden. Hier stellte er seinen 2017 erschienenen Roman "Freitagsleichen" vor, las zudem aus dem Buch "Mein Mississippi ist die Lahn". Dieses entstand gemeinsam mit drei weiteren Autoren als Projekt.

Außerdem erzählte er mit Witz und Charme einige Fakten rund um das Buch und seine Tätigkeiten als Autor und unterhielt die Besucher auch mit Musikstücken auf dem Keyboard. Also fast schon ein abendfüllendes Unterhaltungsprogramm.

Hermann Henn, dessen richtiger Name eigentlich Hans Schneider lautet, widmet sich seit 2010 in seiner Freizeit dem Schreiben von Kriminalromanen. Sein Buch "Freitagsleichen" erzählt die Geschichte zweier Figuren im Freiwilligen Polizeidienst, die gemeinsam auf Streife in Gießen gehen: Kim Köhler und Rüdiger Bunsenberg. Dass die beiden kaum unterschiedlicher sein könnten, sorgt dabei immer wieder für Probleme. Beide finden auf ihrem Streifgang eine entstellte Tote. Wer war die Frau? Vielleicht Vera Hansen, Haus-Sitterin bei der vermögenden und unter Altersdemenz leidenden Sissy? Oder doch Krimiautorin Helene Helbig, die offenbar einen noch ungeklärten Kriminalfall als Vorbild für ihren neuen Roman genommen und bei ihren Recherchen eine Spur zum Täter gefunden hat? Auf die beiden Polizeihelfer wartet auf jeden Fall viel Arbeit.

Da die Geschichte in Gießen spielt, dürften einige Handlungsorte dem Leser bekannt vorkommen - so spielen beispielweise der Seltersweg und die Engelapotheke eine Rolle im Laufe der Handlung. Das Buch bietet dem Leser aber nicht nur Unterhaltung, sondern erklärt auch einiges über den Freiwilligen Polizeidienst, in dem der Autor von 2008 bis 2013 selbst tätig war. Foto: srs

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