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Die Arbeiten zur Neugestaltung des Außengeländes der Turnhalle haben begonnen.

Neubauprojekt

Linden: Für Unterricht und Aufenthalt im Freien

  • vonPatrick Dehnhardt
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Ein Bagger steht an der neuen Turnhalle der Anne-Frank-Schule in Großen-Linden. Er dient jedoch nicht dazu, das Neubauprojekt wieder einzureißen, sondern es abzuschließen.

Linden (pad) – Nachdem die Turnhalle selbst vor fast einem Jahr fertiggestellt wurde, behielten die Freiflächen rundherum ihren Baustellencharme. Dies soll sich bis Mai ändern. Auf Nachfrage berichtet die Pressestelle des Landkreises Gießen - als Schulträger ist er für die Turnhalle zuständig - von einem Bündel geplanter Maßnahmen.

Zentraler Abstellplatz für Fahrräder

Die Eingangsbereiche für die Schule und Vereine sollen aufgewertet werden. Geplant sind ein Sport- und Lesegarten mit Sitz- und Balanciermöglichkeiten aus Steinquadern vor dem von der Schule genutzten Zugang zur Halle, sagt Pressesprecherin Maike Faust. Der Bereich soll künftig zum Verweilen unter schattenspendenden Bäumen einladen. Auch Balancieren und Springen sollen möglich sein, der Platz für Außenunterricht genutzt werden können. Zudem sind »robuste« Aufenthaltsbereiche geplant. In der Böschung vor der Halle soll eine Tribüne mit Sitzmauern geschaffen werden, von der aus Spiele auf dem angrenzenden Sportfeld beobachtet werden können.

Ferner wird ein zentraler Fahrradabstellplatz mit 64 überdachten Stellplätzen geschaffen. Bereits im Mai soll alles fertig sein, der Kreis investiert 420 000 Euro. Das Förderprogramm »Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld« des Bundes unterstützt dabei mit 45 Prozent den Bau der Fahrradstellplätze.

Für befestigte Flächen wird ein versickerungsfähiges Betonpflaster aus 35 Prozent Recyclingmaterial verwendet. Bei der Bepflanzung kommen neben schnell wachsenden Gehölzen auch Bäume zum Zug, die sich für Naturbeobachtungen eignen - etwa Obstbäume.

Damit bleibt der Landkreis der bereits beim Bau eingeschlagenen umweltfreundliche und nachhaltigen Linie treu. Unter anderem wurde auf nachwachsende Rohstoffe gesetzt. Grundsätzlich wurde die Halle durch die Holzbauweise so konstruiert, dass sie viel weniger Energie benötigt als das frühere Gebäude. »Holz ist als CO2-bindender, nachwachsender Rohstoff bereits als Material klimafreundlich«, erklärt Schul- und Baudezernentin Dr. Christiane Schmahl bei einem Ortstermin. »Statt überall Beton zu verwenden, haben wir vermehrt auf Fichtenholz zurückgegriffen.«

Sowohl die Decke als auch die Wände wurden mit Holz als schalldämpfendem Material verkleidet. Doppelverglaste Fenster tragen zur Energieeffizienz bei. Dafür erhielt die Schule nun ein CO2--Zertifikat der CO2-Bank. Es honoriert eine Einsparung von 130 000 Kilowattstunden jährlich durch die Holzbauweise. Hinter der Bank steht eine Initiative der Wald- und Forstwirtschaft.

Die neue Turnhalle vom Landkreis unter Beteiligung der Stadt Linden gebaut und im Sommer 2020 nach einem Jahr Bauzeit eröffnet.

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