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Im Sommer brannten rund 5000 Quadratmeter Stadtwald. ARCHIVFOTO: CON

Flammen mit Eimerkette gelöscht

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Linden(con). Eine sinkende Zahl an Einsätzen, aber auch eine sinkende Zahl aktiver Kräfte musste die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden im vergangenen Jahr verzeichnen. Darüber berichtete Wehrführer Dennis Braun während der Dienstversammlung am Montag. Den 54 Kameraden aus dem Jahr 2018 standen zum Ende des vergangenen Jahres 49 Aktive gegenüber.

Mit 113 Alarmierungen 2019 sind die Einsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr mit 122 Alarmierungen leicht gesunken: Von diesen waren 28 Brände, davon drei Großbrände. Dazukommen 58 Hilfeleistungen - etwa Verkehrsunfälle - und 27 Fehlalarme. Während dieser Einsätze konnten im vergangenen Jahr acht Personen gerettet werden, für drei kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Gesamtpersonalstunden lagen bei 1315.

Auch 2019 gab es wieder besondere Einsätze, die vielen Feuerwehrmitgliedern noch in Erinnerung sind: Am 15. Februar wurde ein nicht angemeldetes Nutzfeuer in der Gemarkung hinter dem Freibad Großen-Linden ganz klassisch mit einer Eimerkette mit Wasserentnahme aus dem Kleebach bekämpft - mit einem Fahrzeug wäre die Einsatzstelle kaum zu erreichen gewesen. Am 24. April brannten rund 5000 Quadratmeter im Lindener Stadtwald. Das Feuer konnte mithilfe der Kameraden aus Leihgestern und dem Tanklöschfahrzeug aus Gießen erfolgreich bekämpft werden. Der Pfingstsonntag wurde für die Atemschutzgeräteträger jäh unterbrochen: Sie mussten in Heuchelheim beim Brand des Kindergartens Rappelkiste aushelfen.

2019 fanden 47 Ausbildungsveranstaltungen statt. Auch der Dekontaminationszug, welchen die Feuerwehr Linden für den gesamten Landkreis Gießen stellt, übte regelmäßig. Die Übungsbeteiligung lag mit 52 Prozent zwar etwas über dem Wert des Vorjahres, aber ist verbesserungsfähig: "Ich appelliere an alle, dass der Wert sich weiter verbessert", sagte Braun.

Uli Laub wechselt in Ehrenabteilung

Aber es gibt auch einige Einsatzkräfte, deren Übungsbeteiligung über 80 Prozent und damit weit über dem Durchschnitt liegen: Dies waren im vergangenen Jahr Lukas Jäger, Sascha Will, Michael Schreiner, Sebastian Weiß, Alexander Weiß, Leonard Mohr und Joachim Pirr.

Bei den anstehenden Wahlen stand Felix Kirchhöfer nicht mehr für den Posten des Jugendfeuerwehrwarts bereit. Zu seinen Nachfolger bestimmte die Versammlung Oliver Eberhard. Stellvertretender Jugendfeuerwehrwart bleibt Florian Appelt und Beisitzer im Feuerwehrausschuss Lukas Jäger.

Dann hieß es Abschied nehmen von zwei ganz besonders engagierten Einsatzkräften: Im vergangenen Jahr wurden Uli Laub und Joachim Pirr in die Ehren- und Altersabteilung übernommen, da sie das maximale Alter für den Einsatzdienst von 65 Jahren erreicht haben. Laub war bis Ende des Jahres als Fachberater Gefahrgut für den Landkreis Gießen aktiv und hat durch verschiedenste Tätigkeiten im Bereich Gefahrgut und Messen die Ausbildung und Einsatzstandards hessenweit bereichert. Pirr war 44 Jahre als Kreisausbilder für den Sprechfunk tätig (diese Zeitung berichtete).

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