Endloser Sommer: Die Freibadsaison in Linden ist bis zum kommenden Sonntag verlängert. FOTO: CON
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Endloser Sommer: Die Freibadsaison in Linden ist bis zum kommenden Sonntag verlängert. FOTO: CON

Erfrischung mit Nebeneffekten

  • vonConstantin Hoppe
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Linden(con). Eine Freibadsaison wie keine jemals zuvor nähert sich langsam in Linden ihrem Ende. Am Montag warf Bürgermeister Jörg König in der örtlichen Freizeiteinrichtung einen Blick zurück auf die vergangenen Monate, mit Corona, Hygienekonzept und einigen Veränderungen. Und das, obwohl die Saison hier noch weitergeht: Denn aufgrund der derzeitigen Wetterlage wurde beschlossen, die Saison nicht wie geplant am 13. September zu beenden, sondern noch bis zum kommenden Sonntag (20. 9.) den Sprung ins kühle Nass zu ermöglichen. "Auf jeden Fall konnten wir trotz aller Widrigkeiten der Lindener Bevölkerung wieder etwas bieten", resümiert der Bürgermeister.

Verstärkung aus der Nachbarschaft

Dabei fing die Saison sehr problematisch - oder besser gesagt, dank der Auflagen durch das grassierende Coronavirus erst sehr spät an. Als dann endlich das Lindener Bad im Juli öffnen konnte, galten Zugangsbeschränkungen. Aufgrund von Kontrollauflagen durften nur Besitzer einer Dauerkarte ins Bad kommen.

An einigen Tagen wurden sogar Securitykräfte eingesetzt, um die Auflagen zu erfüllen. Letzteres war dann glücklicherweise nicht wirklich notwendig: Alle Besucher hielten sich an die Verordnungen. "Der Bevölkerung gilt deshalb ein großer Dank, dass sie die Auflagen so gut mitgetragen hat", unterstrich der Bürgermeister am Montagabend.

Auch der Verkauf der Dauerkarten lief sehr gut ab - wenn es auch zunächst einige Missverständnisse bezüglich des Verkaufs gab und sich deshalb zum Teil lange Schlangen vor der Kasse bildeten. Insgesamt konnten über 2100 dieser Karten verkauft werden. Kurios: Die letzte Dauerkarte wurde erst in der vergangenen Woche verkauft, in der das Bad eigentlich auch schließen sollte, wie König mitteilte. Selbst als es noch nicht sicher war, ob das Bad in diesem Jahr überhaupt öffnen konnte, gab es bereits Anfragen nach Dauerkarten: "Einige Mitbürger wollten so auf Eigeninitiative das Bad unterstützen", lobt der Bürgermeister.

Eine Entwicklung, die man in Linden auch spüren konnte war, dass andere Bäder in der Umgebung ihren Betrieb nicht aufnahmen, wie etwa jenes in Butzbach. "In der Folge fanden auch einige Besucher aus Butzbach ihren Weg hierher", berichtete König. Mit der wegen Sicherheitsbedenken notwendigen Schließung des Hallenbades in Hüttenberg gab es gleich noch eine weitere große Veränderung: Denn die beiden Bademeister, die dort angestellt waren, konnten nach kurzen Gesprächen nach Linden wechseln, wo ihre Hilfe gern gesehen wurde: "In den letzten Jahren gab es viel Arbeit für unsere Bademeister hier - in diesem Sommer konnten wir das nun auf mehr Schultern verteilen", führt König weiter aus. Auch wenn das Freibad in wenigen Tagen schließt, heißt das nicht, dass damit auch die Arbeit erledigt ist: Es stehen einige Projekte an, die sich erst nach Saisonende verwirklichen lassen. Noch in diesem Herbst soll der Sanitärbereich (Duschen und Toiletten) saniert werden. Auch das Kleinkinderbecken ist sanierungsbedürftig, und die in die Jahre gekommene Pumpenanlage soll ebenfalls überarbeitet werden.

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