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Eisenbahner feiern 115-Jähriges

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Bürgermeister Jörg König gratuliert der Vorsitzenden Edith Jäckel sowie Ehrenvorsitzendem Karl Bender. © Thomas Wissner

Linden (nal). Mit einem gemütlichen Beisammensein im Saal des Eintracht-Sängerheims feierten die Mitglieder den 115. Geburtstag des Eisenbahnervereins Leihgestern. Vorsitzende Edith Jäckel begrüßte dazu nicht nur zwei Dutzend Mitglieder, sondern auch Bürgermeister Jörg König und den Ehrenvorsitzenden Karl Bender zur Feier.

»Der Eisenbahnerverein ist nicht nur der älteste in der Region, sondern auch in Hessen. Er finanziert sich nur durch Mitgliedsbeiträge, die wir für 2021 und auch in diesem Jahr aufgrund der Coronapandemie ausgesetzt haben«, berichtete die Vorsitzende.

Die gemeinsame Tätigkeit bei der Eisenbahn führte zur Gründung, ging es doch darum, sich abseits des Arbeitgebers auszutauschen und ein geselliges Miteinander zu pflegen, aber auch, sich untereinander zu helfen. Die soziale Hilfe bei Alten, Kranken und Bedürftigen sowie Beistand bei Verstorbenen sind als wesentliche Aufgaben festgeschrieben und dem Vorstand auch heute noch Verpflichtung.

»Sinn und Zweck des Vereins ist es, den Mitgliedern, das heißt den ehemaligen Eisenbahnern sowie deren Angehörigen, nicht nur Hilfe, sondern auch Geselligkeit zu bieten«, erzählte die Vorsitzende. Hierzu gehören heute Veranstaltungen wie Unterhaltungsnachmittage, Grillfest und das beliebte Spanferkelessen. Ebenso waren auch diverse Ausflüge mit im Programm. Krankenbesuche bei Mitgliedern erfolgen nach wie vor nach Absprache mit dem Vorstand, so Jäckel.

Blumen für alle

Der Eisenbahnerverein Leihgestern hatte beim 50-jährigen Bestehen 53 Mitglieder. Das erste Grillfest des Eisenbahnervereines wurde 1981 bei Richard Laux organisiert. Dieses Grillfest wurde der Grundstein für eine ständige jährliche Vereinsveranstaltung. Anlässlich des 75-jährigen Vereinsbestehens am 15. August 1982 wurde ein Ausflug mit der Bundesbahn nach Bad Nauheim und von dort mit der Butzbach-Licher-Eisenbahn nach Münzenberg durchgeführt. Die Rückfahrt erfolgte mit einem Bus.

Ebenfalls im Eintracht-Sängerheim wurde 2007 mit einer Jubiläumsveranstaltung das 100-jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Zu den Höhepunkten in der jüngeren Vereinsgeschichte gehörte 2005 die Teilnahme an der 1200-Jahrfeier von Leihgestern.

Bürgermeister König gratulierte zum 115. Geburtstag und hob in seinen Gratulationsworten nicht nur die Besonderheit des Vereins hervor, in dem sich Berufsgenossen zusammenfanden, sondern auch dessen Sonderstellung als ältester Verein seiner Art in Hessen. Als Geburtstagsgeschenk überreichte er der Vorsitzenden einen »Wasserhaus-Brand«. Das gesellige Beisammensein klang mit einem »Geburtstagsgeschenk« aus, konnte doch jedes Mitglied zur Erinnerung einen Blumengruß mit auf den Heimweg nehmen.

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