Holger Müller
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Holger Müller

Drei Funktionen in einer Person

  • vonConstantin Hoppe
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Linden(con). Seit Anfang September leitet Holger Müller kommissarisch die Geschicke der Anne-Frank-Schule. Seitdem ist er offiziell stellvertretender Schulleiter - und aus Ermanglung eines Schulleiters hat er derzeit auch diese Position inne. "Eigentlich kam ich vor zweieinhalb Jahren als Nachfolger für Wolfgang Hoth an die AFS und war als Direktor für besondere Aufgaben vorgesehen - also nicht im Schulleitungsbereich, sondern vor allem im IT-Bereich zuständig", berichtet Müller gegenüber dieser Zeitung.

Da seinerzeit auch Annegret Schilling als stellvertretende Schulleitung gegangen sei und er selbst bereits Erfahrungen mit diesem Amt hatte, habe er diese Aufgaben mit übernommen. Bis zur offiziellen Ernennung zum stellvertretenden Schulleiter dauert es dann aber noch bis in dieses Jahr.

Müller lebt in Hüttenberg. Nach seinen Anfängen in der Lahntalschule in Atzbach war er zwei Jahre in der privaten Wirtschaft tätig, bevor er 1999 den Fachbereich Informatik an der Schrenzerschule in Butzbach übernahm und diesen mit aufbaute. Im Mai 2018 wechselte er schließlich nach Linden. Dort füllt er derzeit gleich drei Positionen aus: Er ist Direktor für besondere Aufgaben, fungiert als stellvertretende Schulleitung und ist kommissarischer Schulleiter, bis ein neuer Schulleiter gefunden ist. "Ich hoffe, dass sich das bis zum zweiten Schulhalbjahr erledigt hat", meint Müller. Denn die Schulleitung liege ihm nicht sehr: "Alles, was mit der Organisation der Schule und der Stundenpläne zu tun hat, das liegt mir - also die Aufgaben des stellvertretenden Schulleiters. Das macht mir Spaß, aber dauerhaft die Schulleitung zu übernehmen, das wäre aktuell nichts." Ansonsten gefalle es ihm an der AFS sehr gut. Wie er selbst sagt, kommt er jeden Tag gerne dorthin.

Die aktuelle Situation stellt noch dazu besondere Aufgaben an Müller: "Corona hat in ganz Deutschland einen Veränderungsprozess hervorgebracht und neue Aufgaben an Schule, Eltern und das Ministerium gestellt", berichtet er und resümiert: "Es mussten und müssen ganz neue Konzepte für den Unterricht erstellt werden." Fortbildungen der Kollegen, Unterstützung der Eltern und noch mehr machten das Unterrichten derzeit schwierig. Müller stellt klar: "Die Normalität ist noch lange nicht zurück." Da kann dann auch Müllers Wunsch für die kommenden Monate nicht verwundern: "Ich bin zufrieden, wenn wir keine Klassen und Lehrer zu Hause lassen müssen." FOTO: CON

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