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Die Lindener Schüler zusammen mit den Jugendlichen und Lehrern aus den anderen Teilnehmerstaaten.

Beeindruckende Erlebnisse

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Linden (pm). Es war ein Projekt über Grenzen hinweg, an dem nun Schüler und Lehrer der Lindener Anne-Frank-Schule in Litauen teilnahmen. Zusammen mit Lehrern und Schüler aus Griechenland, Slowenien, Rumänien, Deutschland und Litauen ging es in der Kleinstadt Tauragé vordergründig um das Thema "Entscheidungen treffen". Übergeordnetes Ziel war jedoch, den europäischen Gedanken zu pflegen und die gewaltfreie Zukunft zu fördern.

Die Schüler vertieften sich anhand historischer Dokumentationen in die Geschichte Litauens. Hier spiegelte sich die wechselhafte Geschichte mit deutscher als auch sowjetischer Vorherrschaft wieder. Es standen Besuche des Parlamentes in Vilnius, der Nationalbibliothek, der Universität, des Präsidentenplastes, aber auch des KGB-Museums auf dem Programm.

In Kaunas, der zweitgrößten Stadt Litauen, wurde das 9. Fort, eine Verteidigungsanlage aus den beiden Weltkriegen, sowie das Kriegsmuseum besichtigt. Besonders beeindruckt waren die Schüler vom gewaltfreien Kampf der litauischen Bürger für ihre Unabhängigkeit.

Besonders das Thema "Wolfskinder" ging den Lindenern nahe. Dabei handelt es sich um Kinder, die bei der Flucht aus Ostpreußen ihre Eltern zeitweise oder dauerhaft verloren. Die inzwischen betagten Zeitzeugen kämpften einst allein auf sich gestellt jahrelang in litauischen Wäldern ums tägliche Überleben. Oft konnten sie nur für kurze Zeit Unterkunft finden, da viele Litauer Angst vor Repressalien hatten. Ihre Erzählungen lösten Betroffenheit aus.

In interkulturellen Rollenspielen erweiterten die Schüler ihre Kompetenz, die eigenen Entscheidungen zu reflektieren. Die bewegende Geschichte des Landes, Begegnungen mit der Kultur, aber auch die Lebensfreude und Gastfreundschaft der Litauer haben einen nachhaltigen Eindruck bei den Lindenern hinterlassen.

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