Baumgräber stärker gefragt

  • vonPatrick Dehnhardt
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Linden(pad). Die Bestattungskultur verändert sich. Das merken auch die Kommunen im Gießener Land. Hielten früher die meisten nur Urnen-, Familien- und Reihengräber vor, sind mittlerweile eine Vielzahl an Bestattungsmöglichkeiten hinzugekommen.

In Linden gibt es bereits seit einigen Jahren zusätzlich Baumgrabstätten und ein Feld für anonyme Urnenbeisetzungen. Im vergangenen Jahr kamen unter anderem Urnenrasengrabstätten und ein gärtnerisch betreutes Grabfeld hinzu. Auf dem Friedhof Großen-Linden wurde zudem eine Sternenkindergrabstätte eingerichtet, auf der Kinder beigesetzt werden können, die vor, während oder kurz nach der Geburt gestorben sind.

Besonders die Baumgrabstätten und Urnengrabstätten wurden in den vergangenen Jahren stärker nachgefragt, sagt Petra Schäfer vom Standesamt Linden. "Die Nachfrage nach ›klassischen Reihengräbern‹ war in den vergangenen zwei Jahren gleichbleibend."

Verändert haben sich in den vergangenen Jahren zudem die Ruhefristen: Waren früher 30 Jahre üblich, sind es mittlerweile 25 Jahre. Nur bei Wahlgrabstätten ist weiterhin eine Verlängerung der Ruhefristen möglich.

In Linden hat man zudem bereits vor einigen Jahren eingeführt, im Vorfeld die Grabräumungsgebühr zu erheben. Dadurch ist die Einebnung der Grabstelle nach Ende der Ruhefrist sichergestellt. Bei den Gräbern, die derzeit zur Abräumung anstehen, war dies meist noch nicht der Fall. Das Problem dabei: Nicht immer gibt es Angehörige, die die Kosten übernehmen. Wenn Angehörige den Grabstein behalten möchten, müssen sie dies spätestens vier Wochen vor dem vorgesehenen Grabräumungstermin bei der Friedhofsverwaltung melden. Ansonsten entfernen der Bauhof oder ein durch die Friedhofsverwaltung beauftragtes Unternehmen die Grabstätte.

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