Auf sich selbst konzentrieren

  • vonConstantin Hoppe
    schließen

Linden (con). Der politische Aschermittwoch war für die Lindener CDU dieses Jahr etwas ganz Neues: Denn erstmals konnte das traditionelle Treffen nur in digitaler Form stattfinden - das ausgerechnet im Kommunalwahljahr.

Das Treffen am Aschermittwoch nutzte die Lindener CDU vor allem, um ihre Liste zur kommenden Wahl vorzustellen, die allgemeinpolitischen Reden standen hinten an.

Eine ganze Reihe von CDU-Mitgliedern, aber auch parteilosen Kandidaten tritt zum ersten Mal zu einer Wahl an. Darunter zum Beispiel auch Martina Goldberg - die sich vor allem in der Familienpolitik engagieren möchte - auf dem Listenplatz sechs, oder Christian Schmidt - dem Vereinsförderung und die Reduzierung des Verkehrslärms am Herzen liegt - auf Platz elf.

Mit Harald Liebermann steht ein Rückkehrer in die Politik auf der Liste: Bereits von 1984 bis 2016 war er Stadtverordneter und von 1991 bis 2016 Fraktionsvorsteher.

»Wir haben eine Wahlliste, die sehr ausgewogen ist, sowohl beim Alter als auch beim Verhältnis Männer-Frauen«, lobte auch Burkhard Nöh (Listenplatz fünf) die Zusammenstellung. »Bin schon sehr gespannt - auch bei den anderen Parteien - wie sich die Stimmen dieses Mal verteilen werden.«

Dr. Ulrich Lenz blickte nach vorne: »Vielleicht gewinnen wir sogar noch etwas an Stimmen hinzu, sodass wir alle sagen können: Es hat sich gelohnt zu kämpfen«. Denn aus Sicht der CDU waren die letzten Jahre im Stadtparlament vor allem durch die schwierigen Verhältnisse geprägt.

Jürgen Arnold berichtete, dass sich in den vergangenen Jahren der Ton im Parlament negativ verändert habe, es immer wieder unter die Gürtellinie gegangen sei.

Viele Briefwähler

Fabian Wedemann riet dazu, sich nicht auf die Kandidaten links oder rechts zu konzentrieren, »sondern auf uns selbst«. AfD und Linke würden sich gegenseitig zerfleischen, »da braucht man kein Öl mehr ins Feuer gießen«.

Auf eine weitere Weise scheint die Wahl in drei Wochen ebenfalls anders zu werden: Bereits jetzt liegen in Linden rund 1000 Anmeldungen zur Briefwahl vor, wie Bürgermeister Jörg König mitteilte. »Und das, obwohl es Probleme bei der Zusendung der Wahlunterlagen gab.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare