Um auf Fördergelder für die Sanierung des ehemaligen Gemeindehauses zugreifen zu können, ist eine kurzfristige Entscheidung über den Ankauf nötig. FOTO: CON
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Um auf Fördergelder für die Sanierung des ehemaligen Gemeindehauses zugreifen zu können, ist eine kurzfristige Entscheidung über den Ankauf nötig. FOTO: CON

Arbeitskreis sammelt weiter Spenden

  • vonConstantin Hoppe
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Linden(con). Was wird aus dem ehemaligen evange- lischen Gemeindehaus in der Bahnhofstraße 2a in Großen-Linden? Diese Frage steht seit einigen Monaten im Raum, bislang ist noch keine abschließende Lösung gefunden. Aber jetzt gibt es gute Nachrichten aus der Stadtverwaltung.

Es gibt Überlegungen und auch Gespräche, dass das Gebäude in städtischen Besitz übergeht. Doch dafür ist eine erhebliche Summe nötig: 100 000 Euro stehen für den Kauf des Gebäudes im städtischen Haushalt bereit, weitere 120 000 Euro sind für Sanierungsmaßnahmen in dem Gebäude vorgesehen und mit einem Sperrvermerk im Haushalt versehen.

Doch ganz würden 100 000 Euro nicht ausreichen, um das geschichtsträchtige Gebäude zu erwerben. Deshalb hat der Heimatkundliche Arbeitskreis Linden bereits vor einigen Monaten eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um die Stadt beim Kauf des Gebäudes mit 15 000 Euro zu unterstützen. "Wir haben eine hohe Spendenbereitschaft von Lindener Bürgern, nicht nur Mitgliedern des Arbeitskreises, zu verzeichnen", berichtet der Vorsitzende Helmut Faber. "Ich bin total begeistert von dieser Unterstützung."

Im August entscheiden

Für Faber ist sicher: Das gesetzte Ziel wird erreicht, und man kann die Stadt mit der versprochenen Summe unterstützen. "Wir wollten die Differenz bei den Preisvorstellungen zwischen der evangelischen Kirchengemeinde und der Stadt dazugeben, und das schaffen wir auch", sagt Faber.

An der bisherigen Nutzung des Gebäudes durch die "StattBücherei" und den Heimatkundlichen Arbeitskreis würde sich nach dem Kauf nichts ändern.

Auch an anderer Stelle gehen die Planungen zum Kauf des Gebäudes weiter. Von Seiten der Stadt Linden wurde vergangene Woche ein Gespräch über mögliche Förderungen geführt - mit sehr gutem Ergebnis, wie Lindens Erster Stadtrat Norbert Arnold am Dienstag mitteilte: "Alle zeigten sich von unserem Nutzungskonzept begeistert. Sollten wir das Gebäude kaufen, wurde uns eine Förderung der Sanierungsmaßnahmen mit bis zu 65 Prozent zugesagt." Das bedeute, von den 120 000 Euro für notwendige Sanierungsmaßnahmen könnten rund 80 000 bis 100 000 Euro aus EU-Mitteln finanziert werden. Vorgesehen sind die Schaffung eines behindertengerechten Zugangs, einer behindertengerechten Toilette und der Einbau einer neuen Heizungsanlage.

"Jetzt muss entschieden werden, wie es weitergeht: Wollen wir die Förderung erhalten, muss ein entsprechender Antrag bis August gestellt sein, und dann das Gebäude zeitnah erworben werden", berichtet Arnold. "Das ist sportlich, aber wenn wir es wollen, schaffen wir es auch." Weitere notwendige Sanierungen an dem Gebäude könnten dann in den kommenden Jahren erfolgen.

Weiterhin ist eine finanzielle Unterstützung des Heimatkundlichen Arbeitskreises möglich. Eventuelle Spenden gehen an den Heimatkund- lichen Arbeitskreis, Konto Volksbank Mittelhessen, IBAN: DE 12 5139 0000 0048 0814 01. Spender erhalten eine Spendenquittung.

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