Rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehren waren im Einsatz, um den verschütteten Bauarbeiter aus seiner schwierigen Lage zu befreien. FOTO: CON
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Rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehren waren im Einsatz, um den verschütteten Bauarbeiter aus seiner schwierigen Lage zu befreien. FOTO: CON

Arbeiter in Baugrube verschüttet

  • vonConstantin Hoppe
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Linden(con). Bei einem Arbeitsunfall in Leihgestern wurde am Montagnachmittag der Mitarbeiter einer Baufirma unter Erde verschüttet. Der 43-Jährige war gegen 16.30 Uhr auf der Baustelle eines Wohnhauses in der Straße "Im Niederfeld" in einer vier Meter tiefen Baugrube am Werk, als plötzlich Teile der Grubenwände abrutschten.

Der Mann wurde bis zur Hüfte vom Erdreich bedeckt und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Auch für die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr keine einfache Situation: Denn die Gefahr durch weiter nachrutschendes Erdreich verhinderte eine schnelle Rettung des 43-Jährigen.

Die Gefahr für die Einsatzkräfte war auch der Grund für das große Aufgebot an Rettern, dass sich an der Unfallstelle einfand: Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehren, darunter die Einsatzabteilungen aus Großen-Linden und Leihgestern, die Gießener Berufsfeuerwehr, die SEG Spezielle Rettung aus Gießen und der auf Erdarbeiten spezialisierte Rüstzug der Feuerwehr Reiskirchen, waren im Einsatz sowie Polizei und Rettungsdienst.

"Die Baugrube wurde kerzengerade vier Meter nach unten gegraben - normalerweise macht man das anders und schafft auch Schrägen", kommentierte Kreisbrandinspektor Mario Binsch die Situation an der Einsatzstelle. "Es besteht die Gefahr, dass weiteres Erdreich nachrutscht."

Erst nachdem die Grubenwände mittels Holzplanken gesichert werden konnten, war es Mitgliedern der SEG Spezielle Rettung möglich, den Verschütteten nach rund 90 Minuten aus seiner misslichen Lage zu befreien - er wurde im Anschluss zu weiteren Untersuchungen in die Gießener Universitätsklinik transportiert. con

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