Alltag barrierefrei gestalten

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Linden (pm). Die Sozialdemokraten wollen aus Linden eine barrierefreie Stadt für alle Menschen machen. Das erklärte der Vorsitzende Frank Steibli. Ein weiteres Thema, dem sich die SPD widmet, ist die Digitalisierung.

Die meisten Menschen verstehen unter Barrierefreiheit breitere Türen, Rampen statt Treppen und Busse mit absenkbaren Türen. Doch bauliche Veränderungen und speziell ausgerüstete Fahrzeuge reichen nicht aus, um den Alltag wirklich barrierefrei zu gestalten, so die SPD. Barrierefreiheit bedeute, dass Gebäude und öffentliche Plätze, Arbeitsstätten und Wohnungen, Verkehrsmittel und Gebrauchsgegenstände, Dienstleistungen und Freizeitangebote so gestaltet werden, dass sie für alle Menschen ohne fremde Hilfe zugänglich sind.

Spitzenkandidatin Gudrun Lang erläutert, dass nicht nur Stufen, sondern auch ein Aufzug oder eine Rampe ins Rathaus führen müssten, dass Formulare nicht in komplizierter Amtssprache, sondern leicht verständlich und mehrsprachig angeboten werden und dass Gehörlose Gebärdendolmetscher zur Verfügung gestellt bekommen sollten.

Man müsse beim barrierefreien Leben auch die digitale Dimension bedenken. Das bedeute, Internetseiten so zu gestalten, dass jeder sie nutzen kann. Dazu gehöre zum Beispiel das Hinterlegen von Bildbeschreibungen für blinde Menschen und die Möglichkeit, Videos in barrierefreien Formaten abzuspielen.

Schnelles Internet

»Barrieren in der Stadt sind Hürden, die das eigene Leben schwerer machen als nötig. Das trifft nicht nur Menschen mit Handicap oder ältere Menschen, auch, wer eine Verletzung ausheilen muss oder Eltern mit Kinderwagen können genauso durch Barrieren aufgehalten werden, wie Menschen mit Rollstühlen oder Rollatoren. Wir wollen auch an dieser Stelle Linden besser machen«, so Lang.

Zudem fordert die SPD mehr öffentliches WLAN und schnelles Internet für Linden. »Dort, wo Digitalisierung und neue Medien unser Leben einfacher und sicherer machen, sollten wir sie auch gezielt einsetzen. Das gilt für das Rathaus genauso wie für die mobile Erreichbarkeit in der Stadt und für schnelles Netz in Unternehmen und privaten Haushalten«, sagte Steibli.

Die Partei will »ein bürgerfreundliches Rathaus«, in dem die Menschen gut beraten werden und das Behördengänge auf ein Mindestmaß reduziert. »Alles, was man online erledigen kann, sollte auch online von der Stadtverwaltung Linden angeboten werden«, erklärt die Stadtverordnete Ellen Buchborn-Klos.

Nicht nur für die jüngere Generation sei mobile Erreichbarkeit von größter Bedeutung, beruflich wie privat. »Wir brauchen in Linden deshalb mehr öffentliches WLAN, damit hilfreiche Apps für alle mit dem Handy auch gut erreichbar und nutzbar sind, unabhängig vom Anbieter«, erläutert SPD-Kandidat Dennis Orend eine weitere Forderung der Sozialdemokraten.

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