Der Jahrgang 1939 freut sich, dass nach vielen Monaten Pause der Stammtisch wieder möglich ist. FOTO: RGE
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Der Jahrgang 1939 freut sich, dass nach vielen Monaten Pause der Stammtisch wieder möglich ist. FOTO: RGE

31-jährige Tradition unterbrochen

  • vonRoger Schmidt
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Linden(rge). Endlich sieht man sich mal wieder: Den Frauen und Männern des Jahrgangs 1939 in Großen-Linden geht es wie vielen Vereinen und Gruppen. Lange Zeit herrschte Funkstille in Sachen gesellschaftliches Leben und persönliche Treffen. Jetzt haben sie Mut gefasst und waren wieder zum Stammtisch zusammengekommen.

Allerdings nicht im "Ritter", wie sonst üblich, sondern im Restaurant "Lindener Hof", selbstverständlich unter Beachtung geltender Corona--Hygienebedingungen. Dort trafen sie sich dieser Tage bei einem gemeinsamen Abendessen, um sich beim Stammtisch auszutauschen. Das machen sie eigentlich einmal monatlich und das seit der 50er Feier vor 31 Jahren. Die Pandemie unterbrach diese lange Tradition ein ganzes halbes Jahr. In diesem Frühjahr und Sommer hatten sie sich höchstens auf der Straße getroffen und meist nur der Familie gewidmet.

"Noch immer traut sich nicht jeder zu kommen", sagt der Jahrgangssprecher Herbert Seipp im Blick auf den aktuellen Stammtisch und zeigt Verständnis, denn keiner weiß, wie die Pandemie-Entwicklung weiter geht. Vermisst haben sie ihre Treffen, ist von allen zu hören. Mit Blick auf Weihnachten mit dem sonst üblichen gemeinsamen Kuchenbacken zum Jahresabschluss sind sie skeptisch, ob das klappen kann. Ausflüge sind aktuell ebenfalls keine geplant. Bei ihrem Stammtisch erzählen sie sich im kleinen Kreis erstmal wieder Anekdoten von früher und heute aus der kleinen Welt in und rund um Linden. Mit Politik hat das meist nichts zu tun, unterstreichen die Ü80er.

Zufrieden sind sie allemal, wenn auch die Zeiten nicht einfach sind und keiner weiß, wie es über den bevorstehenden Winter weiter geht.

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