Limitierte Stehplätze

  • Rüdiger Soßdorf
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Gießen(so). Der Landkreis Gießen als Schulträger geht den Beschwerden von Eltern und Schülern über zu volle Schulbusse weiter nach und prüft alle gemeldeten Fälle. Schuldezernentin Christiane Schmahl (Grüne) hat dazu alle Schulen abgefragt.

Das vorläufige Ergebnis: 14 Grundschulen haben gar keinen Busverkehr, zwölf haben rückgemeldet, dass es keine Probleme gibt, fünf haben nicht geantwortet. Da scheint die Situation also eher entspannt.

Anders bei den zehn weiterführenden Schulen: Da haben neun Schulleitungen Rückmeldung gegeben. Acht davon benennen geringe bis große Probleme. Die Idee jetzt, um übervolle Busse zu vermeiden: Je nach Größe eines Busses neben den Sitzplätzen nur zehn bis 15 Stehplätze zuzulassen - eine Praxis, die derzeit auch im Wetteraukreis geübt wird. Für den Bedarf darüber hinaus soll geklärt werden, auf welchen Linien zusätzliche Busse laufen sollen. "Das kostet schließlich nicht wenig Geld", sagt Schmahl. Inwieweit sich das Land an den Kosten beteiligt, das war in den vergangenen Tagen noch offen.

Im öffentlichen Personennahverkehr gelten die corona-üblichen Abstandsregeln nicht, antwortete sie auf eine Anfrage der Kreistagsabgeordneten Erika Wolf (Gießener Linke). Sehr wohl gilt dort aber eine Maskenpflicht.

Korrigiert hat Schmahl die Info, Reisebusse dürften nicht als Schulbusse eingesetzt werden: Die Verkehrsgesellschaft Oberhessen (vgo) sehe dies nicht vor, sagt Schmahl. Insofern sei dies keine Selbstverständlichkeit. Das Regierungspräsidium als Aufsichtsbehörde hat aber keine Einwände gegen den Einsatz von Reisebussen als "Verstärker" auf Schulbuslinien. Das habe eine Nachfrage ergeben.

Ein zeitlicher Versatz des Unterrichtsbeginns wird als wenig praktikabel angesehen.

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