Zwei neue Brücken

  • VonChristina Jung
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Lich (ti). 45 Brücken gibt es in Lich. Zwei davon, beide zwischen B 457 und der Landesstraße nach Nieder-Bessingen gelegen, sind in den vergangenen Monaten durch neue Bauwerke ersetzt worden. Am Dienstagnachmittag wurden sie offiziell eingeweiht.

Auf 600 000 Euro beliefen sich die Gesamtbaukosten, wie Bürgermeister Dr. Julien Neubert beim Pressetermin vor Ort erläuterte. Allerdings kam die Kommune in den Genuss einer Landesförderung für Infrastrukturmaßnahmen im ländlichen Raum in Höhe von 325 000 Euro. Ein ordentlicher Batzen, wenn man berücksichtigt, dass für ganz Hessen aus diesem Programm pro Jahr nur zweieinhalb Millionen Euro zur Verfügung stehen, wie Ralf Ufer vom Amt für Bodenmanagement in Marburg erläuterte. Und es sei auch nicht das erste Mal. Bereits 2020 flossen aus eben jenem Fördertopf 500 000 Euro in die Stadt an der Wetter.

Weitere Projekte im Fokus

Die beiden neuen Brückenbauwerke mit einer Spannweite von fünf Metern und einer Fahrbahnbreite von 4,50 Metern, die im Abstand von rund 600 Metern über den Weidgraben führen, bestehen aus Beton-Fertigteilen. Deren Installation per Autokran dauerte jeweils nur einen Tag. Dennoch seien die Bauarbeiten nicht unproblematisch gewesen, so Neubert.

Zum einen, weil in dem »ökologisch wertvollen Gebiet« Natur-, Wasser- und Landschaftsschutz zu berücksichtigen sind, was eine ökologische Baubegleitung notwendig machte. Zum anderen, weil es sich bei der Feldgemarkung um ein Überschwemmungsgebiet handelt.

Letzteres wurde bei den Erdarbeiten deutlich, als die ausführende Baufirma wegen vermehrter Regenereignisse im Juni und Juli mit einem Einstau im Weidgraben zu kämpfen hatte. Das geplante Zeitfenster - der Bau dauerte von Juni bis Oktober - konnte laut Neubert aber eingehalten werden.

Von der Fertigstellung profitieren nun vor allem Landwirte und der Wasserverband Nidda als Betreiber des Regenrückhaltebeckens. Denn eine der beiden Brücken war drei Jahre lang komplett für den Verkehr gesperrt, die andere für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Aber auch Spaziergängern und Radfahrern kommen die Neubauten zugute.

Die Unterhaltung ihrer Brücken wird die Stadt Lich auch in Zukunft beschäftigen. Für 2022 hat der Bürgermeister bereits andere Projekte im Blick: die Planung eines Neubaus im Gottesackertal in Kloster Arnsburg sowie den Bau einer Brücke über den Welsbach bei Hof-Güll. Die Kosten für letztere schätzt Neubert auf rund 400 000 Euro. Diesmal allerdings kann er nicht mit einer Finanzspritze rechnen. Der Förderantrag wurde bereits abgelehnt.

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