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Heiß begehrt sind Termine mit "Belle Melange", so auch am Dienstagabend in den "Hardtberggärten" der Brauerei - das Konzert war innerhalb eines Tages ausverkauft. Am 28. Juni gibt es ein Wiedersehen und -hören im Kino Traumstern. FOTO: NAB

Zauberhafte Mischung

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Lich(nab). Der Name ist Programm: Denn eine Belle Melange, eine zauberhafte Mischung, haben die Mädels des gleichnamigen Frauen-Musik-Comedy-Kabaretts am Dienstagabend in den "Hardtberggärten" der Licher Brauerei geboten. Und weil die Eintrittskarten innerhalb eines Tages ausverkauft waren, haben die Veranstalter der Licher Kulturtage diesmal vorgesorgt und die Gruppe gleich noch einmal nach Lich eingeladen. Am Sonntag, 28. Juni, sind die Virtuosinnen um 12 Uhr zu einer Matinée im Kino Traumstern zu Gast - zum letzten Mal in dieser Besetzung, weil Cellistin Nadja Schneider berufsbedingt die Gruppe verlässt.

Dass das sehr schade ist, davon ist das Publikum spätestens nach dem Auftritt vom Dienstag überzeugt. Denn mit ihrem Programm "Cherchez la femme - was Mann wissen muss" zeigen die vier Damen nicht nur guten Humor, sondern auch, dass jede einzelne von ihnen eine grandiose Künstlerin ist. Dabei sind die Profimusikerinnen Theresa Heinz (Gesang), Vitalina Pucci (Flügel), Nadja Schneider (Cello) und Polina Blüthgen (Querflöte) ein eingespieltes Team - mit oder ohne Wodka.

"Frauen halten Männer gut in Schuss. Sie werden heute Abend staunen, was man(n) alles wissen muss", versprach Sängerin Theresa Heinz gleich zu Beginn. Die Damen hielten Wort und präsentierten entsprechend dem Phänomen Frau eine musikalische Wundertüte. Den Abend titulierten sie als eine kleine Informationsveranstaltung. Doch eigentlich verbarg sich charmant-bissige Kleinkunst hinter diesem Programm.

Flott und vielseitig

Dass Frauen "mehr als Kochen, Putzen und Thermomix" sind, versteht sich. Und dass sie der Schwerkraft zum Trotz in Form und Charakter vollendete Perfektion sind, das natürlich auch. Doch dass Hessisch "das Spanisch Mitteldeutschlands" ist, und dass man auf "I will survive" ganz wunderbar auf Hessisch und mit viel Herzschmerz "Isch geh’ da dorsch" singen kann, machte das Quartett dem Publikum vor. Ganz anders eine gefühlvolle Ballade, bei der Trennungsschmerz mitschwingt und zum Greifen nahe ist. Wunderbar vielseitig wie das ganze Programm auch die "Ode an die Liebe" auf die "Habanera" aus Georges Bizets Oper "Carmen" mit eingebauten Rap-Teil oder eine jazzige Nummer auf Englisch.

Insgesamt eine Konzert-Comedy, die durch ihren Charme bestach - und weil sich die Sängerin auch noch traute, Balaleika zu spielen, konnte einfach nichts mehr schiefgehen.

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